10.01.2019, 12:00 Uhr

Berlin (AFP) Flüge von zehntausenden Passagieren wegen Warnstreiks gestrichen

Warnstreik am Montag in Berlin. Quelle: dpa/AFP/Archiv/Paul Zinken (Foto: dpa/AFP/Archiv/Paul Zinken)Warnstreik am Montag in Berlin. Quelle: dpa/AFP/Archiv/Paul Zinken (Foto: dpa/AFP/Archiv/Paul Zinken)

Ausstand des Sicherheitspersonals an drei Flughäfen

Zehntausende Flugpassagiere blieben am Boden: Wegen des Warnstreiks des Sicherheitspersonals an den Flughäfen Köln-Bonn, Düsseldorf und Stuttgart sind am Donnerstag mehr als 600 Flüge ausgefallen, weitere Flughäfen wie München mussten dutzende Flüge annullieren. Die Streiks sollen den ganzen Tag bis Mitternacht dauern.

In Köln-Bonn wurden 131 von 199 geplanten Flügen gestrichen. Eigentlich sollten dort am Donnerstag rund 22.000 Passagiere abfliegen und ankommen. In Düsseldorf annullierten die Airlines 370 von 580 Flügen. Dort war ursprünglich mit 59.000 Fluggästen gerechnet worden. In Stuttgart fielen 142 von 275 Flügen aus. Dort wurden eigentlich 25.000 Passagiere erwartet.

Am Flughafen München wurden 150 Flüge annulliert - hundert davon seien durch die Streiks bedingt, sagte eine Flughafensprecherin. Weitere fünfzig Streichungen gingen auf das Winterwetter zurück.

Die Arbeitsniederlegungen begannen in Düsseldorf und Köln-Bonn bereits um Mitternacht, in Stuttgart mit der ersten Frühschicht gegen 03.00 Uhr. Aufgerufen zu den Streiks hat die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, die derzeit mit dem Arbeitgeberverband BDLS in einem Tarifkonflikt steckt. Laut Verdi legten in der Frühschicht an den drei Airports insgesamt rund 1000 Beschäftigte die Arbeit nieder, 750 davon allein in Nordrhein-Westfalen. Viele Passagiere stellten sich auf die Warnstreiks ein und kamen erst gar nicht zu den Flughäfen.

Schon am Montag hatte ein Streik an den Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld den Flugbetrieb dort fast völlig lahmgelegt. Verdi fordert bundesweit eine Erhöhung des Stundenlohns im Kontrollbereich auf 20 Euro. Die Arbeitgeber lehnen das als zu hoch ab, sie bieten derzeit zwischen zwei und 6,4 Prozent Erhöhung pro Jahr. Beide Seiten wollen am 23. Januar weiter verhandeln.


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