08.01.2019, 15:56 Uhr

Münster (AFP) Geiselnehmer von Lengerich vorläufig in Psychiatrie eingewiesen

Polizeieinsatz in Lengerich. Quelle: dpa/AFP/- (Foto: dpa/AFP/-)Polizeieinsatz in Lengerich. Quelle: dpa/AFP/- (Foto: dpa/AFP/-)

25-Jähriger nahm kurzzeitig mehr als 40 Kinder in Turnhalle als Geisel

Der Geiselnehmer von Lengerich, der in einer Turnhalle kurzzeitig mehr als 40 Kinder in seine Gewalt brachte, ist in eine psychiatrische Klinik gebracht worden. Das entschied das zuständige Amtsgericht nach Angaben der Staatsanwaltschaft Münster vom Dienstag. Im Laufe der Ermittlungen gegen den 25-Jährigen hätten sich die Hinweise auf eine psychische Erkrankung konkretisiert, hieß es.

Der Mann hatte am Montagabend in einer Sporthalle der Gemeinde bei Münster in Nordrhein-Westfalen mit der Zündung von versteckten Bomben gedroht und auf diese Weise mehr als 40 Kinder und zwei Betreuerinnen einer Einradgruppe in seine Gewalt gebracht. Kurze Zeit später ließ er sie aber gehen. Ein Spezialeinsatzkommando überwältige ihn anschließend.

Wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Dienstag mitteilten, handelte der Mann bei seinem Vorgehen vermutlich in Suizidabsicht. Die Halle und die Gruppe habe er nach derzeitigem Ermittlungsstand wahllos ausgesucht. Die einstweilige Unterbringung erfolgte wegen erpresserischen Menschenraubs.

Nach Angaben der Ermittler hatte der 25-Jährige schon im Dezember einen Polizeieinsatz ausgelöst. Er hatte über Notruf angekündigt, mit einer selbst gebauten Bombe Suizid begehen zu wollen. Als Beamte das von ihm angemietete Hotelzimmer in Ibbenbüren untersuchten, fanden sie aber nur Silvesterfeuerwerk. Danach kam er vorübergehend schon einmal in eine Psychiatrie.


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