07.01.2019, 11:19 Uhr

London (AFP) Absatz von Neuwagen in Großbritannien 2018 eingebrochen

Mini-Produktion in Oxford. Quelle: AFP/Archiv/GEOFF CADDICK (Foto: AFP/Archiv/GEOFF CADDICK)Mini-Produktion in Oxford. Quelle: AFP/Archiv/GEOFF CADDICK (Foto: AFP/Archiv/GEOFF CADDICK)

Unsicherheiten rund um Dieseltechnologie und Brexit bremsen Markt aus

In Großbritannien ist der Autoabsatz im vergangenen Jahr um 6,8 Prozent eingebrochen. Wie der Herstellerverband SMMT am Montag mitteilte, wurden 2018 rund 2,4 Millionen Neuwagen in Umlauf gebracht. Demnach brach vor allem der Verkauf von Dieselwagen ein und zwar um 29,6 Prozent. Eine "Anti-Diesel-Rhetorik und steuerliche Nachteile" für diese Antriebsart hätten die Käufe zurückgehen lassen, erklärte der Verband.

Zwar hätten die Verkäufe von Benzinern um 8,7 Prozent und die von Hybrid- und Elektrowagen um 20,9 Prozent zugenommen und den Einbruch etwas abgefedert, teilte der Verband mit. Allerdings reiche das nicht, um den Abwärtstrend bei den Diesel-Verkäufen zu stoppen. Viele Besitzer eines Dieselwagens warteten derzeit ab und behielten zunächst ihren Wagen.

Der Herstellerverband machte außerdem die sinkende Kauflust der Verbraucher angesichts der Unsicherheiten rund um den Brexit für die schlechten Zahlen verantwortlich. Das Verbrauchervertrauen fiel nach einer Analyse des Marktforschungsinstituts GfK im Dezember auf den niedrigsten Stand seit fünf Jahren.

Die Briten hatten sich 2016 in einer Volksabstimmung mit knapper Mehrheit dafür ausgesprochen, die Europäische Union zu verlassen. Der Brexit ist für Ende März vorgesehen. Premierministerin Theresa May einigte sich mit den EU-Ländern auf ein Austrittsabkommen, das unter anderem eine für die Wirtschaft wichtige Übergangsperiode vorsieht. Widerstand schlägt ihr allerdings vom britischen Parlament entgegen, das den Vertrag absegnen muss.


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