06.01.2019, 10:29 Uhr

Paris (AFP) 35 Verdächtige bei "Gelbwesten"-Protest in Paris in Polizeigewahrsam genommen

"Gelbwesten"-Anhänger in Paris. Quelle: AFP/Abdul ABEISSA (Foto: AFP/Abdul ABEISSA)"Gelbwesten"-Anhänger in Paris. Quelle: AFP/Abdul ABEISSA (Foto: AFP/Abdul ABEISSA)

Polizeiwache in Dijon angegriffen

Bei den neuerlichen Protesten der "Gelbwesten"-Bewegung in Paris sind 35 Verdächtige in Polizeigewahrsam genommen worden. Unter ihnen befinden sich acht Minderjährige, wie die Staatsanwaltschaft in der französischen Hauptstadt am Sonntag mitteilte. Zwei Verdächtige erhielten demnach eine Verwarnung durch die Polizei, eine weitere Verdächtige wurde von der Staatsanwaltschaft verwarnt.

Am Rande der Proteste am achten Samstag in Folge war es in Paris wieder zu heftigen Zusammenstößen zwischen Demonstranten und den Sicherheitskräften gekommen. Dabei wurde ein Polizist durch Schläge auf einer Seine-Brücke verletzt. Die Behörden leiteten Ermittlungen zu diesem Fall ein.

Insgesamt beteiligten sich etwa 3500 Menschen an den Kundgebungen in Paris. Vor einer Woche waren am Rande der Proteste in der französischen Hauptstadt 33 Verdächtige in Polizeigewahrsam gekommen.

Landesweit waren am Samstag rund 50.000 Anhänger der "Gelbwesten" auf die Straße gegangen. Neben Paris kam es dabei auch in anderen Städten zu Krawallen. In Dijon griffen Aktivisten nach Angaben der Gendarmerie eine Polizeiwache an und zerstörten die Absperrgitter um das Gebäude. Allerdings seien keine Demonstranten in die Polizeiwache eingedrungen.

Zudem lieferten sich "Gelbwesten" in Dijon Auseinandersetzungen mit den Sicherheitskräften. Zwei Polizisten seien verletzt worden, 25 Verdächtige seien vorläufig festgenommen worden.

Die "Gelbwesten"-Bewegung setzt der Regierung von Staatschef Emmanuel Macron seit November zu. Bei ihren Kundgebungen demonstriert sie gegen Steuer- und Preiserhöhungen sowie für eine verbesserte Kaufkraft der Franzosen. Bei den Protesten gab es mehrfach gewaltsame Zusammenstöße.


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