02.01.2019, 14:23 Uhr

Hamburg (AFP) Greenpeace-Umfrage: Mehrheit der Bürger will 2019 Fleischkonsum einschränken

Schlafende Ferkel auf einer Agrarmesse. Quelle: dpa/AFP/Archiv/Bernd Wüstneck (Foto: dpa/AFP/Archiv/Bernd Wüstneck)Schlafende Ferkel auf einer Agrarmesse. Quelle: dpa/AFP/Archiv/Bernd Wüstneck (Foto: dpa/AFP/Archiv/Bernd Wüstneck)

Verbraucher wünschen sich auch bessere Haltungskennzeichnung

Die Mehrheit der Bundesbürger will im neuen Jahr weniger Fleisch und Wurst essen. Wie eine Umfrage des Instituts Emnid für Greenpeace ergab, gaben 54 Prozent der Befragten an, 2019 ihren Fleischkonsum einschränken zu wollen. Bei den Frauen waren es 62 Prozent, bei den Männern 46 Prozent, wie die Umweltschutzorganisation am Mittwoch mitteilte.

Außerdem sind demnach 89 Prozent der Fleischkonsumenten bereit, für Fleisch von Tieren aus artgerechter Haltung mehr Geld zu zahlen. Bei den Jüngeren hat die Einschränkung des Fleischkonsums vor allem mit den damit verbundenen Folgen für die Umwelt zu tun, die Älteren wollen sich vor allem gesünder ernähren, wie Greenpeace erklärte. Emnid befragte im Dezember 1014 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger.

Die Umfrage dokumentiere den "zunehmenden Bewusstseinswandel der Verbraucher", erklärte Greenpeace-Agrarexperte Martin Hofstetter. Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) sei nun gefragt, "endlich bessere Haltungsbedingungen durchzusetzen", forderte er. Denn auch der Wunsch der Konsumenten nach mehr Transparenz beim Fleischkauf sei eindeutig: So wollen der Umfrage zufolge 81 Prozent der Fleischkonsumenten künftig verstärkt auf die Haltungskennzeichnung achten.


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