01.01.2019, 17:51 Uhr

Brasília (AFP) Brasiliens neuer Präsident Bolsonaro vereidigt

Bolsonaro bei seiner Vereidigung im Kongress. Quelle: AFP/NELSON ALMEIDA (Foto: AFP/NELSON ALMEIDA)Bolsonaro bei seiner Vereidigung im Kongress. Quelle: AFP/NELSON ALMEIDA (Foto: AFP/NELSON ALMEIDA)

Rechtsradikaler Politiker tritt vierjährige Amtszeit an

Der rechtsradikale Politiker Jair Bolsonaro ist neuer Präsident Brasiliens. Bei einer Zeremonie im Kongress in der Hauptstadt Brasília legte der 63-Jährige am Dienstagnachmittag seinen Amtseid ab. Bolsonaro kündigte in seiner Antrittsrede vor den Abgeordneten an, Brasilien "vom Joch der Korruption, der Kriminalität, der wirtschaftlichen Verantwortungslosigkeit und der ideologischen Unterwerfung" zu befreien.

Der ehemalige Fallschirmjäger und langjährige Abgeordnete Bolsonaro hatte im Oktober die Präsidentschaftswahl gewonnen. Er ist berüchtigt wegen seiner rassistischen, frauen- und schwulenfeindlichen Äußerungen sowie seines unverblümten Lobes für die Militärdiktatur der Jahre 1964 bis 1985.

Bolsonaros Anhänger sehen in ihm hingegen eine Art Retter des Vaterlandes. Angesichts grassierender Korruption und Kriminalität in Brasilien war es dem Hauptmann der Reserve gelungen, im vor allem über die Onlinenetzwerke geführten Wahlkampf das Image des hart durchgreifenden Saubermanns zu verbreiten und damit zu punkten.


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