01.01.2019, 08:56 Uhr

Berlin (AFP) Göring-Eckardt: Neue Bundesbehörden nur noch im Osten ansiedeln

Katrin Göring-Eckardt. Quelle: dpa/AFP/Archiv/Peter Endig (Foto: dpa/AFP/Archiv/Peter Endig)Katrin Göring-Eckardt. Quelle: dpa/AFP/Archiv/Peter Endig (Foto: dpa/AFP/Archiv/Peter Endig)

Forderung nach Bevorzugung von Ostdeutschen für Ost-Verwaltungsjobs

Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt fordert, Großbehörden künftig ausschließlich in den neuen Bundesländern einzurichten. "Die Bundesregierung muss sich verpflichten, ab sofort jede neue Bundesbehörde und jede neue Forschungseinrichtung in Ostdeutschland anzusiedeln", sagte Göring-Eckardt den Zeitungen der Funke-Mediengruppe vom Dienstag. "Bis der Osten hier aufgeholt hat, wird es lange dauern."

Die Grünen-Politikerin verwies auf einen Bundestagsbeschluss von 1992, demzufolge neue Bundesbehörden und Forschungseinrichtungen bevorzugt im Osten aufgebaut werden sollten. Seither seien jedoch lediglich fünf solcher Einrichtungen in den Osten gegangen - und 20 in den Westen, monierte Göring-Eckardt.

Auch die im Osten gegründeten Behörden und Forschungsstellen würden "in der Regel von Westdeutschen geführt", sagte sie. "Das liegt nicht daran, dass die Ossis dümmer wären oder die falsche Ausbildung hätten", betonte Göring-Eckardt. "Mit solchen Benachteiligungen muss jetzt Schluss sein." Göring-Eckardt schlug vor, Ostdeutsche bei gleicher Qualifikation bevorzugt in ostdeutschen Verwaltungen einzustellen.

cne/jpf


0 Kommentare