27.12.2018, 22:00 Uhr

New York (AFP) Unsicherheit über Wirtschaftsausblick zeigt sich in Auf und Ab an der Wall Street

Börsenkurse erneut auf Talfahrt. Quelle: Getty Images/AFP/Archiv/SPENCER PLATT (Foto: Getty Images/AFP/Archiv/SPENCER PLATT)Börsenkurse erneut auf Talfahrt. Quelle: Getty Images/AFP/Archiv/SPENCER PLATT (Foto: Getty Images/AFP/Archiv/SPENCER PLATT)

Dax in Frankfurt am Main deutlich im Minus

Angesichts der Ungewissheit über die Entwicklung der Weltwirtschaft geht es an den Börsen derzeit auf und ab. Nach kräftigen Gewinnen am Vortag ging es am Donnerstag an der New Yorker zunächst wieder bergab, der Dow Jones schloss aber schließlich mit einem Plus von 1,1 Prozent. In Deutschland verlor der Dax in Frankfurt am Main am ersten Handelstag der Woche deutlich.

Der Dow Jones schloss mit 23.139 Punkten und damit 870 Punkte besser als an seinem Tagestief. Am Vormittag hatte der Aktienindex zwischenzeitlich rund 2,1 Prozent eingebüßt. In der letzten halben Stunde des Handels erholte sich der Index aber deutlich, offenbar weil Investoren von den niedrigen Kursen profitieren wollten. Der Analyst Patrick O'Hare sagte am Donnerstag, der derzeitige Trend laute "Volatilität".

An der Wall Street trüben vor allem Daten über sinkendes Verbrauchervertrauen in den USA die Stimmung der Anleger. Dem Konjunkturforschungsinstitut Conference Board zufolge sanken die Erwartungen der Verbraucher den zweiten Monat in Folge - und zwar stärker als Analysten erwartet hatten.

Die US-Aktienmärkte waren in diesem Monat wiederholt unter Druck geraten. Grund dafür sind unter anderem Sorgen über die ungewisse Entwicklung des Handelskonflikts zwischen den USA und China, aber auch der Haushaltsstreit in den USA.

Am Mittwoch hatten die Börsenkurse in den USA indes wieder einen deutlichen Sprung nach oben gemacht: Der Dow Jones legte rund fünf Prozent zu und erreichte mit einem Plus von knapp 1100 Punkten den höchsten Tagesgewinn seit neun Jahren.

Besänftigend auf die Anleger wirkte dabei neben guten Zahlen aus der Einzelhandelsbranche vor allem das Bekenntnis des Weißen Hauses, dass Notenbank-Chef Jerome Powell nicht zur Disposition stehe. Dieser bleibe "hundertprozentig" auf seinem Posten, bekräftigte Kevin Hassett, Wirtschaftsberater von US-Präsident Donald Trump, gegenüber dem Sender ABC News.

Zuvor hatten US-Medienberichte Spekulationen genährt, Trump könne die Ablösung des Fed-Chefs betreiben. Der Präsident hatte in jüngster Zeit immer wieder seine Unzufriedenheit mit dem Zinserhöhungskurs der US-Notenbank deutlich gemacht - und dabei mit der Gepflogenheit gebrochen, dass US-Präsidenten die Unabhängigkeit der Fed anerkennen.

An den Börsen in Japan, wo der Nikkei-Index zum Beginn der Woche noch kräftig gefallen war, sorgte dies am Donnerstag für steigende Kurse. Am Donnerstag schloss der Nikkei in Tokio mit mehr als 3,8 Prozent im Plus.

In Frankfurt am Main verlor der Dax am ersten Handelstag dieser Woche hingegen kräftig. Der Index der 30 größten börsennotierten Unternehmen notierte zu Handelsschluss mit 2,37 Prozent im Minus.


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