22.12.2018, 10:56 Uhr

Aden (AFP) Leiter der UN-Beobachtermission im Jemen angekommen

Ex-General Patrick Cammaert 2009 in Sri Lanka. Quelle: AFP/Archiv/Ishara S. KODIKARA (Foto: AFP/Archiv/Ishara S. KODIKARA)Ex-General Patrick Cammaert 2009 in Sri Lanka. Quelle: AFP/Archiv/Ishara S. KODIKARA (Foto: AFP/Archiv/Ishara S. KODIKARA)

Ex-General Cammaert mit Vortrupp in Aden gelandet

Der Leiter des UN-Teams zur Überwachung des Waffenstillstands in der jemenitischen Hafenstadt Hodeida ist am Samstag im Jemen eingetroffen. Der niederländische Ex-General Patrick Cammaert wird zunächst nur von einem Vortrupp der Beobachtermission begleitet. Die Beobachter sollen unter anderem den Betrieb des Hafens sicherstellen und den geplanten Abzug der Rebellen aus der Stadt überwachen.

Nach Angaben eines jemenitischen Funktionärs wird Cammaert sich zunächst in Aden mit Vertretern der international anerkannten jemenitischen Regierung treffen, bevor er in die von Rebellen kontrollierten Städte Sanaa und Hodeida weiterreist.

Der UN-Sicherheitsrat hatte am Freitag die Entsendung von zivilen Beobachtern nach Hodeida beschlossen. Gemäß der Resolution soll der Vortrupp für zunächst 30 Tage mit der Beobachtungsarbeit beginnen. UN-Diplomaten zufolge könnte die Beobachtermission später aus 30 bis 40 Zivilisten mit militärischer Erfahrung bestehen, die in Hodeida und Umgebung stationiert werden sollen.

Cammaert kommandierte zwischen 2000 und 2002 die Blauhelmtruppe in Äthiopien und Eritrea. 2005 stand er an der Spitze der UN-Soldaten in der Demokratischen Republik Kongo.

Im Jemen herrscht seit 2014 ein Krieg zwischen den von Saudi-Arabien und anderen arabischen Staaten unterstützten Truppen von Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi und den schiitischen Huthi-Rebellen, hinter denen der Iran steht. Nach UN-Angaben wurden in dem Konflikt bereits mehr als 10.000 Menschen getötet, unter ihnen tausende Zivilisten. In dem Land herrscht der UNO zufolge die schlimmste humanitäre Krise weltweit.


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