14.12.2018, 10:33 Uhr

Wiesbaden (AFP) Bundeskriminalamt verstärkt Kampf gegen Terrorismusfinanzierung

Logo des Bundeskriminalamts. Quelle: dpa/AFP/Archiv/Arne Dedert (Foto: dpa/AFP/Archiv/Arne Dedert)Logo des Bundeskriminalamts. Quelle: dpa/AFP/Archiv/Arne Dedert (Foto: dpa/AFP/Archiv/Arne Dedert)

Internationales Projekt soll zur Schwächung von Terrororganisationen beitragen

Gemeinsam mit internationalen Partnern will das Bundeskriminalamt (BKA) terroristischen Gruppierungen verstärkt ihre Finanzquellen abgraben. Im Zuge eines von der Europäischen Kommission geförderten Projekts wird die BKA-Abteilung Polizeilicher Staatsschutz in den kommenden zwei Jahren die grenzüberschreitende Vernetzung von Finanzermittlern nachhaltig verstärken, wie die Behörde am Freitag in Wiesbaden mitteilte.

Zudem sollen die polizeilichen Auswertungen von Geldtransfers weiter verbessert und die Zusammenarbeit mit privaten Finanztransferanbietern vertieft werden. "Unser Ziel ist es, terroristische Organisationen dauerhaft finanziell auszutrocknen", erklärte der Leiter der Abteilung Polizeilicher Staatsschutz im BKA, Jürgen Peter.

Geldmittel würden von terroristischen Organisationen nicht nur genutzt, um Waffen oder Munition zu kaufen. Finanziert würden auch Propagandamaßnahmen oder die Ausbildung von Attentätern. "Je weniger Vermögen Terrororganisationen zur Verfügung steht, desto geringer ist ihr Handlungsspielraum", unterstrich Peter.

An der Auftaktkonferenz des internationalen Projekts in Köln beteiligten sich den Angaben zufolge polizeiliche Staatsschutzeinheiten aus Frankreich, die spanische Nationalpolizei, der internationale Finanztransferdienstleister Western Union, das Federal Bureau of Investigation und die europäische Polizeibehörde Europol. Eingebunden sind demnach auch das Bundesinnenministerium und die Financial Intelligence Unit der Generalzolldirektion.


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