12.12.2018, 18:53 Uhr

Paris (AFP) Polizei fahndet nach Anschlag in Straßburg nun öffentlich nach Verdächtigem

Mit diesem Foto fahndet die Polizei nach Chérif Chekatt. Quelle: AFP/Handout (Foto: AFP/Handout)Mit diesem Foto fahndet die Polizei nach Chérif Chekatt. Quelle: AFP/Handout (Foto: AFP/Handout)

Fahndungsaufruf mit Foto soll bei Suche nach Chérif Chekatt helfen

Nach dem Anschlag auf den Straßburger Weihnachtsmarkt fahndet die französische Polizei nun öffentlich nach dem Verdächtigen Chérif Chekatt. Die Polizei gab am Mittwochabend einen offiziellen Fahndungsaufruf mit einem Foto heraus, in dem sie die Bevölkerung um Mithilfe bei der Suche nach dem 29-Jährigen bat. Auch deutsche Ermittler fahnden unter Hochdruck nach dem mutmaßlichen Islamisten, der in Deutschland bereits im Gefängnis saß.

Der Gesuchte sei "gefährlich", warnte die französische Polizei im Kurzbotschaftendienst Twitter. "Greifen Sie auf keinen Fall selber ein." Chekatt ist demnach 1,80 Meter groß und hat eine "normale Statur". Wer Informationen über seinen Aufenthaltsort hat, soll sofort die Polizei verständigen.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft eröffnete Chekatt am Dienstagabend mit einer automatischen Pistole das Feuer nahe dem Straßburger Münster, wo auch in diesem Jahr der Weihnachtsmarkt stattfindet. Er sei dann durch die Fußgängerzone gelaufen und habe Menschen beschossen und mit einem Messer angegriffen. Nach Angaben von Zeugen rief er "Allahu Akbar" (Gott ist groß), wie die Staatsanwaltschaft erklärte.

Zwei Menschen, unter ihnen ein thailändischer Tourist, wurden nach Behördenangaben getötet, ein drittes Opfer wurde später für hirntot erklärt. Zwölf Menschen wurden verletzt. Sechs von ihnen schwebten am Mittwoch weiter in Lebensgefahr. Deutsche sind nach offiziellen Angaben aus Berlin nicht unter den Opfern.

In Frankreich beteiligten sich nach Angaben des Innenministeriums mehr als 700 Sicherheitskräfte an der Fahndung nach dem gebürtigen Straßburger. Sie schließen nicht aus, dass er nach Deutschland gelangt sein könnte. Die Bundespolizei fahndete deshalb "mit verstärkten Kräften" im deutsch-französischen Grenzgebiet. Die französische Regierung rief die höchste Terrorwarnstufe aus.


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