30.11.2018, 09:24 Uhr

Tokio (AFP) Festgenommener Automanager Ghosn bleibt in Japan in Gewahrsam

Bildschirm zeigt Automanager Ghosn. Quelle: AFP/Archiv/Kazuhiro NOGI (Foto: AFP/Archiv/Kazuhiro NOGI)Bildschirm zeigt Automanager Ghosn. Quelle: AFP/Archiv/Kazuhiro NOGI (Foto: AFP/Archiv/Kazuhiro NOGI)

Gericht in Tokio verlängert Festsetzung bis zum 10. Dezember

Der Automanager Carlos Ghosn bleibt in Japan in Gewahrsam. Ein Gericht in Tokio gab am Freitag einem Antrag der Ermittler statt, den festgenommenen Manager weitere zehn Tage festzuhalten, wie örtliche Medien berichteten. Ghosn muss nun vorerst bis zum 10. Dezember in Gewahrsam bleiben.

Danach muss die Staatsanwaltschaft Anklage erheben oder den früheren Nissan-Chef freilassen. Er könnte aber auch bei einer Anklage bis zu einem möglichen Prozess auf freien Fuß gesetzt werden.

Ghosn war vor knapp zwei Wochen festgenommen worden. Er soll jahrelang ein viel zu niedriges Einkommen bei der Börse deklariert und sich persönlich an Firmenkapital des Autobauers Nissan bereichert haben. Nissan und Mitsubishi setzten Ghosn als Konsequenz aus der Affäre als Verwaltungsratsvorsitzenden ab.

Beim französischen Autobauer Renault ist der 64-Jährige formal weiterhin Konzernchef. Kommissarisch vertritt ihn allerdings derzeit die bisherige Nummer zwei Thierry Bolloré.


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