29.11.2018, 13:03 Uhr

Dortmund (AFP) Zunächst keine Gerichtsentscheidug über Klagen gegen Kik nach Brand in Pakistan

Justitia. Quelle: dpa/AFP/Archiv/Britta Pedersen (Foto: dpa/AFP/Archiv/Britta Pedersen)Justitia. Quelle: dpa/AFP/Archiv/Britta Pedersen (Foto: dpa/AFP/Archiv/Britta Pedersen)

Debatte über mögliche Verjährung in Zivilverfahren vor Dortmunder Landgericht

Im Zivilverfahren um Schmerzensgeldklagen von vier Pakistanern gegen das Textiluntenehmen Kik wird das Dortmunder Landgericht voraussichtlich erst in mehreren Wochen eine Entscheidung verkünden. Im Mittelpunkt der mündlichen Verhandlung am Donnerstag stand die Frage einer möglichen Verjährung der von den Klägern geltend gemachten Ansprüche nach dem verheerenden Brand in einer Textilfabrik im pakistanischen Karachi.

Bei dem Feuer waren im September 2012 mehr als 250 Menschen gestorben. Wann genau die Dortmunder Zivilkammer über die strittige Verjährungsfrage entscheidet, blieb zunächst offen. In dem Verfahren verlangen vier Betroffene des Großbrandes bei einem Kik-Lieferanten in Pakistan Schmerzensgeld von dem deutschen Unternehmen in Höhe von jeweils 30.000 Euro.

Die Kläger argumentieren, dass Kik bei seinem Lieferanten nicht ausreichend auf die Einhaltung von Brandschutzvorgaben hingewirkt habe - obwohl Kik zur Kontrolle der vorgegebenen Standards verpflichtet gewesen sei. Kik weist dies zurück.


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