29.11.2018, 07:44 Uhr

Wiesbaden (AFP) Tarifverdienste im dritten Quartal um fast vier Prozent gestiegen

Geldscheine auf einem Tisch. Quelle: dpa/AFP/Jens Kalaene (Foto: dpa/AFP/Jens Kalaene)Geldscheine auf einem Tisch. Quelle: dpa/AFP/Jens Kalaene (Foto: dpa/AFP/Jens Kalaene)

Sonderzahlungen eingerechnet

Der Verdienst der Arbeiter und Angestellten mit Tarifvertrag ist im dritten Quartal stark gestiegen: Er kletterte im Schnitt um 3,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag mitteilte. Das war der stärkste Anstieg seit Sommer 2017.

Die Statistiker berücksichtigten die im Tarifvertrag vereinbarte Grundvergütung und dort festgelegte Sonderzahlungen wie Urlaubs- oder Weihnachtsgeld. Ohne diese Sonderzahlungen lag der Anstieg der Tarifverdienste bei 2,7 Prozent. Die Verbraucherpreise kletterten in den Monaten von Juli bis September aber ebenfalls kräftig um 2,1 Prozent.

Am stärksten stiegen die Verdienste bei Tarifbeschäftigten in vielen Bereichen des öffentlichen Dienstes von Bund und Gemeinden, etwa im Gesundheits- und Sozialwesen. Dieser "Sondereffekt" sei auf die im April vereinbarte Tariferhöhung von 3,19 Prozent zurückzuführen: Erfasst werde sie statistisch erst zum Zeitpunkt der Auszahlung im August oder im September.

Im zweiten Quartal 2017 waren die Tarifverdienste um 3,8 Prozent gestiegen, ohne Sonderleistungen um 3,4 Prozent. Insgesamt kletterten die Tarifverdienste 2017 um 2,5 Prozent.


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