28.11.2018, 11:15 Uhr

Berlin (AFP) Ältere Menschen können mit deutlich steigenden Renten rechnen

Die Renten dürften 2019 erneut steigen. Quelle: dpa/AFP/Karl-Josef Hildenbrand (Foto: dpa/AFP/Karl-Josef Hildenbrand)Die Renten dürften 2019 erneut steigen. Quelle: dpa/AFP/Karl-Josef Hildenbrand (Foto: dpa/AFP/Karl-Josef Hildenbrand)

Bundesregierung billigt Rentenversicherungsbericht

Die älteren Menschen in Deutschland können nach den Prognosen der Bundesregierung mit deutlich steigenden Renten in den kommenden Jahren rechnen. Dem am Mittwoch vom Bundeskabinett gebilligten Rentenversicherungsbericht zufolge werden die Altersbezüge 2019 voraussichtlich um drei bis vier Prozent steigen.

Zum 1. Juli 2019 wird demnach eine Rentenerhöhung um 3,18 Prozent in Westdeutschland sowie von 3,91 Prozent in Ostdeutschland erwartet. Endgültig feststehen wird das Rentenplus aber erst im kommenden Jahr.

Auch für die Folgejahre werden deutliche Rentenerhöhungen erwartet. Ab dem kommenden Jahr würden die Renten bis zum Jahr 2032 um insgesamt rund 38 Prozent steigen, heißt es in dem Bericht. Dies entspreche einer durchschnittlichen Steigerungsrate von 2,5 Prozent pro Jahr. Bereits zum Juli diesen Jahres hatte es einen kräftigen Anstieg um 3,22 Prozent in Westdeutschland und 3,37 Prozent in Ostdeutschland gegeben.

Nach dem Willen der Bundesregierung sollen auch das Sicherungs- und Beitragsniveau in den kommenden Jahren stabil bleiben. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) verwies am Mittwoch auf die im Rentenpaket beschlossene doppelte Haltelinie. Das Rentenniveau soll demnach bis 2025 nicht unter 48 Prozent sinken, die Beiträge nicht über 20 Prozent steigen. "All das bringt Verlässlichkeit für die gesetzliche Rente", sagte Heil. "Diesen Weg werden wir in den nächsten Jahren weitergehen, beispielsweise mit der Grundrente und der Absicherung von Selbständigen." Der beste Weg zu einer guten Absicherung im Alter ist und bleibt jedoch gute Arbeit und ein Erwerbsleben mit möglichst wenig Unterbrechungen.

Nach den Erkenntnissen der Bundesregierung ist auch die Erwerbsbeteiligung älterer Arbeitnehmer in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Die Erwerbstätigenquote in der Altersgruppe der 60- bis 64-Jährigen steig demnach seit 2000 stärker als in allen anderen EU-Ländern, und zwar von 20 Prozent auf gut 58 Prozent im Jahr 2017. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in dieser Altersgruppe stieg in dem genannten Zeitraum um rund 1,5 Millionen auf 2,1 Millionen.


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