26.11.2018, 12:16 Uhr

Paris (AFP) "Gelbwesten" nach Gewalt in Paris vor Gericht

Nach Gewalt in Paris: "Gelbwesten" müssen sich vor Gericht verantworten. Quelle: AFP/Bertrand GUAY (Foto: AFP/Bertrand GUAY)Nach Gewalt in Paris: "Gelbwesten" müssen sich vor Gericht verantworten. Quelle: AFP/Bertrand GUAY (Foto: AFP/Bertrand GUAY)

Präsident Macron will am Dienstag "Sozialpakt" vorstellen

Nach den gewalttätigen Protesten in Paris vom Samstag müssen sich Anhänger der "Gelbwesten"-Bewegung vor Gericht verantworten. 20 von insgesamt 103 Festgenommenen sollten am Montag einem Richter vorgeführt werden, wie die Pariser Staatsanwaltschaft mitteilte. Die Justiz wirft ihnen unter anderem Sachbeschädigung und Widerstand gegen die Staatsgewalt vor. 25 Verdächtige wurden wieder auf freien Fuß gesetzt.

In Paris hatte es bei einer nicht genehmigten Demonstration gegen die geplante Ökosteuer auf Diesel und die schwindende Kaufkraft Krawalle auf dem Boulevard Champs-Elysées gegeben. Randalierer zündeten Barrikaden an, bewarfen Polizisten mit Steinen und zerschlugen Schaufenster. Die Beamten antworteten mit Tränengas und Festnahmen.

Die Pariser Präfektur und das Innenministerium machten "ultrarechte Gruppen" für die Gewalt verantwortlich. Nähere Angaben machten sie nicht. Haushaltsminister Gérald Darmanin sprach sogar von einer "braunen Pest".

Sowohl die Vorsitzende der französischen Rechtspopulisten, Marine Le Pen, wie auch der Chef der französischen Linkspartei, Jean-Luc Mélenchon, unterstützen die Protestbewegung gegen die Politik von Präsident Emmanuel Macron, die sich alleine über die sozialen Netzwerke organisiert.

Macron wollte am Dienstag einen "Sozialpakt" vorstellen, um die Proteste abzufedern. Die "Gelbwesten" haben bereits weitere Straßenblockaden angekündigt.


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