26.11.2018, 10:55 Uhr

Wellington (AFP) 145 gestrandete Grindwale in Neuseeland gestorben

Gestrandete Grindwale. Quelle: New Zealand Department of Conservation/AFP/Handout (Foto: New Zealand Department of Conservation/AFP/Handout)Gestrandete Grindwale. Quelle: New Zealand Department of Conservation/AFP/Handout (Foto: New Zealand Department of Conservation/AFP/Handout)

Meeressäuger verendet oder eingeschläfert

Auf einer neuseeländischen Insel sind rund 145 gestrandete Grindwale gestorben. Ein Wanderer habe die Meeressäuger am Samstag an einem abgelegenen Strand der Insel Stewart Island entdeckt, teilten die Behörden am Montag mit. Die Hälfte der Wale sei zu diesem Zeitpunkt bereits verendet. Weil die Rettungschancen für die anderen Tiere sehr klein gewesen seien, seien diese schweren Herzens eingeschläfert worden.

"Leider war die Wahrscheinlichkeit, die Wale wieder ins Wasser bringen zu können, extrem gering", erklärte Ren Leppens von der Naturschutzbehörde. "Wegen der Abgelegenheit, fehlender Mitarbeiter in der Nähe und des sich verschlechternden Zustands der Wale war es das Humanste, sie einzuschläfern." Eine solche Entscheidung sei aber immer "herzzerreißend".

Stewart Island liegt rund 30 Kilometer vor der Südspitze der südlichen Hauptinsel Neuseelands.

In Neuseeland kommt es relativ häufig vor, dass Wale stranden. Meist handelt es sich aber um einzelne Tiere. Allein an diesem Wochenende wurden in Neuseeland vier Fälle von gestrandeten Walen gemeldet.

Im äußersten Norden Neuseelands wurden acht gestrandete Zwerggrindwale in Lkw rund 20 Kilometer weit von der West- zur Ostküste transportiert, weil die See im Westen zu rau war, um sie dort zurück ins offene Meer zu bringen. Zwei der Meeressäuger mussten eingeschläfert werden. Die übrigen Wale hätten aber überlebt, teilte Daren Grover von der Meeresschutzorganisation Project Jonah mit.

In der Doubtless Bay im Norden Neuseelands verendete am Sonntag ein Pottwal. In Ohiwa an der Westküste von Neuseelands Nordinsel wurde außerdem der Kadaver eines weiblichen Zwergpottwals entdeckt.


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