23.11.2018, 11:01 Uhr

Berlin (AFP) Kramp-Karrenbauer baut Vorsprung vor Mitbewerbern aus

Kramp-Karrenbauer in Umfrage vor Merz und Spahn. Quelle: dpa/AFP/Archiv/Hendrik Schmidt (Foto: dpa/AFP/Archiv/Hendrik Schmidt)Kramp-Karrenbauer in Umfrage vor Merz und Spahn. Quelle: dpa/AFP/Archiv/Hendrik Schmidt (Foto: dpa/AFP/Archiv/Hendrik Schmidt)

"Politbarometer": Mehr Zustimmung als für Merz und Spahn zusammen

CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer baut dem aktuellen ZDF-"Politbarometer" zufolge ihren Vorsprung gegenüber ihren Mitbewerbern um den Parteivorsitz aus. Der am Freitag veröffentlichten Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen zufolge sprechen sich 38 Prozent der Unionsanhänger für Kramp-Karrenbauer aus, drei Prozentpunkte mehr als vor zwei Wochen. Ihre Zustimmungswerte liegen damit über denen ihrer Mitbewerber Friedrich Merz und Jens Spahn zusammen.

Der frühere Unions-Fraktionschef Merz kann der "Politbarometer"-Umfrage zufolge auf die Unterstützung von 29 Prozent der Unionsanhänger bauen. Dies sind für den derzeitigen Aufsichtsratschef des deutschen Tochterunternehmens des Vermögensverwalters Blackrock vier Prozentpunkte weniger als vor zwei Wochen. Gesundheitsminister Spahn bleibt mit sechs Prozent (minus eins) abgeschlagen.

Derzeit stellen sich die drei Kandidaten auf einer Reihe von Regionalkonferenzen den CDU-Mitgliedern vor. Gewählt wird der Nachfolger von Bundeskanzlerin Angela Merkel an der Spitze der CDU allerdings am 7. Dezember auf einem Parteitag von rund 1000 Delegierten.

Deutlich ist die Führung Kramp-Karrenbauers vor Merz dem "Politbarometer" zufolge vor allem bei den Punkten "glaubwürdig" (30 zu 16 Prozent), "sympathisch" (34 zu 15 Prozent) sowie bei der Frage, wer "eher die Interessen der normalen Bürger vertritt" (33 zu neun Prozent). Bei den Kompetenzwerten liegt dagegen Merz vorn (28 zu 16 Prozent).

Auch vorherige Umfragen hatten ein Duell zwischen Merz und Kramp-Karrenbauer um den CDU-Vorsitz vorhergesagt. Spahn zeigt sich dennoch weiterhin kämpferisch. Entscheidend seien nicht die Werte in Umfragen, sondern die Abstimmung der Delegierten auf dem CDU-Parteitag, sagte Spahn dem "Focus". "Egal, wie es ausgeht - ich bin mit mir im Reinen."

Spahn sieht zudem weiterhin die Chance auf einen Sieg. "Ich habe das Gefühl: Die Stimmung dreht sich", sagte Spahn dem Magazin. Deshalb wolle er seinen parteiinternen Wahlkampf auch weiterführen wie bisher, um den Rückstand bei den Zustimmungswerten zu seinen Mitbewerbern aufzuholen.


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