22.11.2018, 02:07 Uhr

Washington (AFP) US-Soldaten an Grenze zu Mexiko sollen nur Schlagstöcke einsetzen dürfen

Grenze zwischen Mexiko und den USA. Quelle: AFP/Archiv/Thomas WATKINS (Foto: AFP/Archiv/Thomas WATKINS)Grenze zwischen Mexiko und den USA. Quelle: AFP/Archiv/Thomas WATKINS (Foto: AFP/Archiv/Thomas WATKINS)

Kosten des Einsatzes derzeit auf 72 Millionen Dollar geschätzt

Die US-Soldaten an der Grenze zu Mexiko sollen bei Zwischenfällen mit Migranten aus Zentralamerika nur Schlagstöcke einsetzen dürfen. US-Verteidigungsminister Jim Mattis sagte am Mittwoch, Zoll und Grenzschutz könnten Soldaten zur Verstärkung anfordern, sollten Flüchtlinge gewaltsam einen Grenzübertritt versuchen. Die Soldaten seien dann aber nicht bewaffnet.

"Es werden vermutlich Angehörige der Militärpolizei sein, die mit Schutzschilden und Schlagstöcken ausgestattet sind", sagte Mattis. "Keine Schusswaffen."

US-Präsident Donald Trump hat angesichts der Flüchtlingsmärsche von Zentralamerika Richtung USA knapp 5800 Soldaten an die Grenze zu Mexiko geschickt. Trump hatte zwischenzeitlich gesagt, die Soldaten könnten auf Flüchtlinge schießen, sollten diese Steine werfen.

Mattis zufolge sind derzeit genau 5764 US-Soldaten an der Grenze zu Mexiko eingesetzt. Die Kosten des Einsatzes werden derzeit auf 72 Millionen Dollar geschätzt. Der Verteidigungsminister sagte aber, die Zahl werde voraussichtlich noch steigen.

Nach Angaben des mexikanischen Innenministeriums durchqueren derzeit 8000 Menschen aus El Salvador, Guatemala und Honduras in verschiedenen Flüchtlingsmärschen Mexiko, um in die USA zu gelangen. In der mexikanischen Grenzstadt Tijuana sind nach Angaben der dortigen Behörden inzwischen 4000 Menschen angekommen.

Trump hatte vor den Kongresswahlen vom 6. November massiv Stimmung gegen die Migranten gemacht und von einer "Invasion" gesprochen.


0 Kommentare