21.11.2018, 10:34 Uhr

Berlin (AFP) Umwelthilfe "zuversichtlich" bei Verhandlung über Fahrverbote in Darmstadt

DUH klagt in Wiesbaden. Quelle: dpa/AFP/Archiv/Miguel Villagran (Foto: dpa/AFP/Archiv/Miguel Villagran)DUH klagt in Wiesbaden. Quelle: dpa/AFP/Archiv/Miguel Villagran (Foto: dpa/AFP/Archiv/Miguel Villagran)

Verwaltungsgericht Wiesbaden beschäftigt sich mit Klage für saubere Luft

Vor dem Verwaltungsgericht Wiesbaden hat am Mittwochvormittag die Verhandlung über eine Klage der Deutschen Umwelthilfe (DUH) auf Fahrverbote in Darmstadt begonnen. "Wir sind zu zuversichtlich, dass es ein guter Tag für den Gesundheitsschutz in Hessen wird", erklärte die Umweltschutzorganisation. Darmstadt sei die "drittschmutzigste Stadt in Deutschland" und werde um Fahrverbote nicht herumkommen.

Selbst nach Prognosen der Stadt würden die Stickoxid-Grenzwerte noch im Jahr 2020 überschritten, erklärte die DUH weiter. Deshalb seien auch in Darmstadt Fahrverbote "die einzig wirksame Maßnahme" für saubere Luft. Das Verwaltungsgericht verhandelt über eine Klage der DUH sowie des ökologischen Verkehrsclubs VCD. Eine Entscheidung wird am Mittwochnachmittag erwartet.

Darmstadt belegt nach Angaben der DUH nach Stuttgart und München den dritten Platz der Städte in Deutschland mit hoher Stickoxid-Belastung. An der Hügelstraße sei im vergangenen Jahr ein Jahresmittelwert von 72 Mikrogramm Stickoxid pro Kubikmeter gemessen worden. Erlaubt sind nach EU-Richtlinie höchstens 40 Mikrogramm pro Kubikmeter im Jahresdurchschnitt.

Die DUH klagt in einer Reihe von Städten und fordert dort Maßnahmen für bessere Luft. Erst in der vergangenen Woche hatte das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen angeordnet, dass Gelsenkirchen und Essen Fahrverbote für ältere Dieselfahrzeuge in ihre Luftreinhaltepläne aufnehmen müssen. Gelten sollen die Einschränkungen dabei erstmals auch für einen Autobahnabschnitt.


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