20.11.2018, 21:42 Uhr

Paris (AFP) Ghosn bleibt trotz Festnahme Renault-Chef

Ghosn bleibt trotz Festnahme Renault-Chef. Quelle: AFP/Archiv/Ludovic MARIN (Foto: AFP/Archiv/Ludovic MARIN)Ghosn bleibt trotz Festnahme Renault-Chef. Quelle: AFP/Archiv/Ludovic MARIN (Foto: AFP/Archiv/Ludovic MARIN)

Bisherige Nummer zwei im Konzern leitet vorübergehend das Tagesgeschäft

Trotz seiner Festnahme in Japan behält Renault-Chef Carlos Ghosn seinen Posten als Vorstandsvorsitzender des französischen Autobauers. Das beschloss der Verwaltungsrat des Konzerns am Dienstagabend. Zugleich wurde die bisherige Nummer zwei im Konzern, Thierry Bolloré, zum Übergangsvorsitzenden ernannt. Da Ghosn derzeit "verhindert" sei, übernehme Bolloré vorübergehend dessen Aufgaben, teilte der Verwaltungsrat mit. Er erhalte die "gleichen Befugnisse" wie Ghosn.

Die französische Regierung als 15-prozentiger Anteilseigner bei Renault hatte zuvor eine rasche Ablösung von Ghosn gefordert. Ghosn war am Montag in Japan festgenommen worden. Ihm wird vorgeworfen, er habe bei dem Autohersteller Nissan Einkünfte verschleiert und sich auf Firmenkosten bereichert.


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