20.11.2018, 14:52 Uhr

Paris (AFP) Doppelspitze könnte Renault kommissarisch führen

Neue kommissarische Doppelspitze bei Renault geplant. Quelle: AFP/Archiv/LOIC VENANCE (Foto: AFP/Archiv/LOIC VENANCE)Neue kommissarische Doppelspitze bei Renault geplant. Quelle: AFP/Archiv/LOIC VENANCE (Foto: AFP/Archiv/LOIC VENANCE)

Nummer zwei Bolloré und Verwaltungsrat Lagayette im Gespräch

Nach der Festnahme von Renault-Nissan-Chef Carlos Ghosn in Japan könnte der französische Autobauer kommissarisch eine Doppelspitze bekommen. Der Renault-Verwaltungsrat wolle am Dienstagabend sein Mitglied Philippe Lagayette sowie die Nummer zwei im Konzern, Thierry Bolloré, zu Übergangsvorsitzenden ernennen, hieß es aus einer mit dem Fall vertrauten Quelle.

Die französische Regierung dringt als 15-prozentiger Renault-Eigner auf eine rasche Ablösung von Ghosn. Wirtschaftsminister Bruno Le Maire sagte, der 64-Jährige sei vorerst "nicht mehr in der Lage, die Gruppe zu führen". Ghosn war am Montag in Japan wegen Vorwürfen festgenommen worden, er habe bei dem Autohersteller Nissan Einkünfte verschleiert und sich auf Firmenkosten bereichert.

Die Regierungen von Frankreich und Japan bekräftigten zugleich ihren Willen, an der Allianz zwischen Renault und Nissan festzuhalten. Le Maire habe sich darauf mit dem japanischen Wirtschaftsminister Hiroshige Seko verständigt, erklärte das Ministerium in Paris.


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