19.11.2018, 14:06 Uhr

Berlin (AFP) Weber beginnt Zuhörtour durch EU-Staaten in Polen

Manfred Weber (CSU). Quelle: Lehtikuva/AFP/Archiv/Markku Ulander (Foto: Lehtikuva/AFP/Archiv/Markku Ulander)Manfred Weber (CSU). Quelle: Lehtikuva/AFP/Archiv/Markku Ulander (Foto: Lehtikuva/AFP/Archiv/Markku Ulander)

EVP-Spitzenkandidat will Kampagne des Optimismus für Europawahl führen

Der Spitzenkandidat der Europäischen Volkspartei (EVP) für die Europawahl, Manfred Weber (CSU), will im Rahmen seiner Wahlkampagne auf Zuhörtour gehen. Erste Station sei am Dienstag Polen, wo er nach Auschwitz und Warschau fahren wolle, sagte Weber am Montag in Berlin. In Auschwitz wolle er deutlich machen, dass "ich mir der deutschen Verantwortung bewusst bin", fügte er mit Blick auf das ehemalige NS-Konzentrations- und Vernichtungslager hinzu.

Zudem wolle er betonen, dass Europa das "Ost-West-Denken" überwinden müsse, sagte der CSU-Vizevorsitzende. Am Mittwoch nimmt Weber dann auf Einladung des österreichischen Bundeskanzlers Sebastian Kurz an einer Konferenz zum Thema Antisemitismus in Wien teil.

Weber kündigte an, er wolle einen Wahlkampf des Optimismus führen, in dem über Erfolge geredet werden solle. Dabei wolle die EVP darauf verweisen, "dass es gelingt, Krisen zu überwinden, wenn wir zusammenhalten", sagte Weber unter Verweis auf die Wirtschafts- und Finanzkrise vor zehn Jahren.

Hauptgegner in der Wahlkampagne sei das "Gespenst des Nationalismus", fügte Weber hinzu. In Deutschland handele es sich dabei um die AfD. Er kündigte an, sich im Falle eines Wahlsiegs nicht von den europafeindlichen Parteien wählen zu lassen. Die rechtsradikalen Kräfte, die Europa ablehnen, seien seine Gegner, teilweise sogar seine Feinde, sagte Weber. Er hoffe, dass es gelingen werde, die proeuropäischen Mehrheiten im Europaparlament zu erhalten.


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