18.11.2018, 09:40 Uhr

Berlin (AFP) CSU-Vize Weber will nicht neuer Parteichef werden

Manfred Weber. Quelle: Lehtikuva/AFP/Archiv/Markku Ulander (Foto: Lehtikuva/AFP/Archiv/Markku Ulander)Manfred Weber. Quelle: Lehtikuva/AFP/Archiv/Markku Ulander (Foto: Lehtikuva/AFP/Archiv/Markku Ulander)

Dobrindt: Seehofer soll Innenminister bleiben

Der CSU-Vizevorsitzende Manfred Weber will nicht Nachfolger von Horst Seehofer als Parteichef werden. Weber begründete dies mit seiner Spitzenkandidatur für das konservative Parteienbündnis EVP bei der Europawahl im kommenden Jahr: "Darauf werde ich meine ganze Kraft konzentrieren und stehe deshalb im Moment nicht als Parteivorsitzender zur Verfügung", sagte er der "Bild am Sonntag".

"Wenn ein CSU-Politiker die gesamte EVP in die Europawahlen führt und EU-Kommissionspräsident werden kann, ist das für meine Partei eine große Chance", fügte der Europapolitiker hinzu. "Dies eröffnet völlig neue Perspektiven für die CSU."

Parteichef Seehofer will sein Amt bei einem Sonderparteitag am 19. Januar zur Verfügung stellen. Offizielle Kandidaten für seine Nachfolge an der CSU-Spitze gibt es bislang nicht. Es gilt aber als wahrscheinlich, dass der Posten an den bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder geht.

CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt sprach sich in der Debatte um die Neubesetzung des Parteivorsitzes für Gelassenheit aus. Er spekuliere nicht darüber, wenn sich Kollegen selbst noch nicht erklärt hätten, sagte Dobrindt im Deutschlandfunk. Für ihn sei klar: "Es zählt in der Partei jetzt der Team-Gedanke. Es geht mehr um das Miteinander, es muss weniger Gegeneinander geben."

Im Zusammenhang mit Seehofers Abschied vom Parteivorsitz war darüber spekuliert worden, ob der 69-Jährige auch sein Amt als Bundesinnenminister niederlegt. Dobrindt sagte dazu, es gebe keinen Grund dafür. "Ich halte es für richtig, dass er in seinem Amt als Bundesinnenminister bleibt."


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