18.11.2018, 05:19 Uhr

Port Moresby (AFP) Apec-Gipfel könnte ohne gemeinsame Abschlusserklärung enden

Gipfel-Teilnehmer vor APEC-Galadiner. Quelle: AFP/SAEED KHAN (Foto: AFP/SAEED KHAN)Gipfel-Teilnehmer vor APEC-Galadiner. Quelle: AFP/SAEED KHAN (Foto: AFP/SAEED KHAN)

Treffen in Papua-Neuguinea von Handelsstreit zwischen USA und China überschattet

Der Gipfel des Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsforums (Apec) könnte wegen des Handelskonflikts zwischen China und den USA ohne eine gemeinsame Abschlusserklärung zu Ende gehen. Wenige Stunden vor dem Ende des Treffens in Papua-Neuguineas Hauptstadt Port Moresby gab es immer noch keine Einigung über eine gemeinsame Stellungnahme, wie Regierungsvertreter, die nicht namentlich genannt werden wollten, am Sonntag sagten. Möglicherweise komme keine Einigung zustande.

Der Gipfel war von Reden des chinesischen Staatschefs Xi Jinping und US-Vizepräsident Mike Pence überschattet worden, die beide als Beanspruchung der regionalen Vorherrschaft gewertet wurden. Xi griff dabei die "America First"-Politik von US-Präsident Donald Trump scharf an. "Die Geschichte hat gezeigt, dass Konfrontation - ob in Form von kaltem Krieg, heißem Krieg oder Handelskrieg - keine Gewinner hervorbringt", sagte er in Port Moresby bei einer Wirtschaftskonferenz im Vorfeld des Gipfels.

Auch eine wirtschaftliche Abschottung zahle sich auf längere Sicht nicht aus. Offensichtlich an die US-Regierung gewandt fügte Xi hinzu: "Wir sollten nein zu Protektionismus und Unilateralismus sagen."

Pence sagte, bis zu einem grundlegenden Kurswechsel bei den chinesischen Handelspraktiken würden die Strafzölle gegen die Volksrepublik aufrechterhalten oder sogar noch erhöht werden. "Wir haben chinesische Güter mit Zöllen in Höhe von 250 Milliarden Dollar (220 Milliarden Euro) belegt und diese Zahl könnte sich mehr als verdoppeln", sagte der US-Vizepräsident.

Gleichzeitig griff er die chinesische Kredit-Politik in der Pazifikregion scharf an. Die Bedingungen für die Darlehen, die Peking ärmeren Staaten anbiete, seien "undurchsichtig". "Akzeptieren Sie keine Auslandsschuld, die Ihrer Souveränität schadet", warnte Pence. Stattdessen warb er für die USA als Kreditgeber. Washington werde seine Partner nicht in "einem Meer von Schulden ertränken".


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