15.11.2018, 09:16 Uhr

Berlin (AFP) Kramp-Karrenbauer verteidigt ihr Verständnis vom Ehebegriff

Merz, Kramp-Karrenbauer und Spahn (v. links). Quelle: AFP/Archiv/John MACDOUGALL (Foto: AFP/Archiv/John MACDOUGALL)Merz, Kramp-Karrenbauer und Spahn (v. links). Quelle: AFP/Archiv/John MACDOUGALL (Foto: AFP/Archiv/John MACDOUGALL)

Nach scharfer Kritik von Parteivorsitz-Mitbewerber Spahn

Die Kandidatin für den CDU-Vorsitz, Annegret Kramp-Karrenbauer, hat nach scharfer Kritik ihres Mitbewerbers Jens Spahn ihre Ablehnung der Homoehe verteidigt. Sie habe immer dazu gestanden, "dass es Verpartnerung gibt, dass Diskriminierungen abgebaut werden, aber ich habe beim Thema 'Ehe für alle' eben einen sehr traditionellen Ehebegriff", sagte Kramp-Karrenbauer am Donnerstag im Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB).

Dieser Ehebegriff sei "vielleicht nicht mehr mehrheitsfähig, aber ist meine persönliche Überzeugung und dazu stehe ich". Kramp-Karrenbauer hob hervor, sie wolle niemanden persönlich verletzen. "Aber es ist eben eine Diskussion, die viele persönlich berührt."

Der mit einem Mann verheiratete Spahn hatte Kramp-Karrenbauer eine rückwärtsgewandte Gesellschaftspolitik vorgeworfen. Wenn seine Ehe "in einem Atemzug mit Inzest oder Polygamie genannt wird", treffe ihn das persönlich, sagte der Gesundheitsminister den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland vom Mittwoch.

Kramp-Karrenbauer hatte 2015 als saarländische Ministerpräsidentin gesagt, es gebe bisher eine klare Definition der Ehe als Gemeinschaft von Mann und Frau: "Wenn wir diese Definition öffnen in eine auf Dauer angelegte Verantwortungspartnerschaft zweier erwachsener Menschen, sind andere Forderungen nicht auszuschließen - etwa eine Heirat unter engen Verwandten oder von mehr als zwei Menschen."


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