06.11.2018, 09:31 Uhr

San Francisco (AFP) Berichte: Amazon will zweiten Hauptsitz auf zwei Städte aufteilen

Amazon-Logo . Quelle: AFP/Archiv/Emmanuel DUNAND (Foto: AFP/Archiv/Emmanuel DUNAND)Amazon-Logo . Quelle: AFP/Archiv/Emmanuel DUNAND (Foto: AFP/Archiv/Emmanuel DUNAND)

Internetkonzern erhofft sich so bessere Chancen bei Rekrutierung von Fachkräften

Der Internetkonzern Amazon will seinen künftigen zweiten Hauptsitz in Nordamerika Presseberichten zufolge auf zwei Städte aufteilen. Amazon fürchte, an einem Standort allein nicht genügend Spezialisten zu finden, zitierte das "Wall Street Journal" eine anonyme Quelle. Zudem verringere eine Aufteilung die Probleme, die aus der Ansiedlung folgen: Staus und hohe Mieten. Amazon wollte den Bericht auf Anfrage nicht kommentieren.

Amazon hatte im September 2017 angekündigt, einen Standort für ein zweites Hauptquartier zu suchen. Im bestehenden Headquarter in Seattle im Bundesstaat Washington arbeiten inzwischen mehr als 40.000 Menschen in 33 Gebäuden. In Seattle hatte Jeff Bezos das Unternehmen 1994 als Buchversand gegründet.

Im "HQ2", nun also wohl an zwei Standorten, sollen jeweils 25.000 Menschen für Amazon arbeiten. Der Konzern hatte angekündigt, selbst fünf Milliarden Dollar (4,4 Milliarden Euro) zu investieren. 238 Städte buhlten mit dem Versprechen milliardenschwerer Steuererleichterungen um die Niederlassung.

Im Januar veröffentlichte der Konzern eine Liste mit 20 Städten seiner engeren Wahl. Die "New York Times" berichtete am Montag, die Wahl sei auf New York und den Vorort Crystal City in Virginia gefallen, am Rande der Hauptstadt Washington. Beide Standorte befinden sich demnach an einem Fluss: in Long Island City im New Yorker Stadtteil Queens am East River gegenüber Manhattan und in Crystal City am Potomac mit Blick auf Washington. Laut "Wall Street Journal" ist neben diesen beiden Standorten auch noch Dallas in Texas im Rennen.

Washington war von Anfang an ein Favorit. Dort wohnt Amazon-Chef Bezos; und dort sitzt auch die "Washington Post", die ihm gehört. Die Entscheidung könnte noch diese Woche offiziell verkündet werden, sagte der Insider dem "Wall Street Journal".


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