02.11.2018, 20:32 Uhr

New York (AFP) Guterres fordert Ende der Gewalt im Jemen

Unterernährter Zehnjähriger im Krankenhaus von Tais. Quelle: AFP/Archiv/Ahmad AL-BASHA (Foto: AFP/Archiv/Ahmad AL-BASHA)Unterernährter Zehnjähriger im Krankenhaus von Tais. Quelle: AFP/Archiv/Ahmad AL-BASHA (Foto: AFP/Archiv/Ahmad AL-BASHA)

UN-Generalsekretär: Chance auf Friedensverhandlungen muss genutzt werden

UN-Generalsekretär António Guterres hat ein Ende der Gewalt im Jemen gefordert. Das Bürgerkriegsland stehe "am Rand des Abgrunds", sagte Guterres am Freitag in New York. Es gebe aber Hoffnung auf ein Friedensabkommen. Diese Chance müsse nun ergriffen werden, sagte der UN-Generalsekretär. Die USA hatten ihren Verbündeten Saudi-Arabien kürzlich zum Ende der Luftangriffe im Jemen aufgerufen und Friedensgespräche angemahnt.

Im Jemen herrscht seit 2014 ein Krieg zwischen schiitischen Huthi-Rebellen und den vom sunnitischen Saudi-Arabien und anderen arabischen Staaten unterstützten Truppen von Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi. In dem Konflikt wurden nach UN-Angaben bereits rund 10.000 Menschen getötet, unter ihnen tausende Zivilisten. Die Lage im Jemen ist katastrophal. Nach Einschätzung der UNO handelt es sich um die schwerste humanitäre Krise weltweit.

Die USA hatten am Dienstag einen Waffenstillstand und Friedensgespräche im Jemen binnen 30 Tagen gefordert. Anfang September waren geplante Friedensverhandlungen zwischen der jemenitischen Regierung und den Huthi-Rebellen unter UN-Vermittlung gescheitert, noch bevor sie überhaupt begonnen hatten. UN-Vermittler Martin Griffiths bemüht sich derzeit darum, die Konfliktparteien in diesem Monat zu einem Treffen in Schweden zu bewegen.


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