01.11.2018, 09:24 Uhr

Berlin (AFP) Widmann-Mauz fordert umfassende Sexualaufklärung für Asylbewerber

Die Integrationsbeauftragte Annette Widmann-Mauz. Quelle: dpa/AFP/Archiv/Soeren Stache (Foto: dpa/AFP/Archiv/Soeren Stache)Die Integrationsbeauftragte Annette Widmann-Mauz. Quelle: dpa/AFP/Archiv/Soeren Stache (Foto: dpa/AFP/Archiv/Soeren Stache)

Konsequenz aus mutmaßlicher Gruppenvergewaltigung in Freiburg

Als Konsequenz aus der mutmaßlichen Gruppenvergewaltigung einer Frau in Freiburg fordert die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Annette Widmann-Mauz (CDU), eine umfassende Sexualaufklärung von Asylbewerbern. "Alle Asylsuchenden müssen unmittelbar nach ihrer Ankunft in Deutschland, noch in der Erstaufnahmeeinrichtung, Wegweiserkurse über das Zusammenleben in Deutschland erhalten – und dazu gehört auch, dass es für sexuellen Missbrauch und andere Gewalttaten null Toleranz gibt", sagte sie dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Donnerstagsausgaben).

"Schon länger hier lebende Männer müssen mit neu zugewanderten Männern unmissverständlich darüber reden, wie Sexualität und Gleichberechtigung in Deutschland gelebt werden – wenn nötig auch in ihrer Muttersprache", sagte Widmann-Mauz. Deshalb unterstütze sie Projekte für Gewaltprävention, die gezielt männliche Mentoren ausbilden.

Zudem sprach sich Widmann-Mauz für ein konsequentes Vorgehen nach der mutmaßlichen Gruppenvergewaltigung aus. "Die Täter müssen vor Gericht gestellt und hart bestraft werden", sagte sie. "Wir haben es mit einem abscheulichen Verbrechen zu tun. Wer in unser Land kommt und solche Straftaten begeht, muss ausgewiesen werden", forderte die Integrationsbeauftragte.

Eine Gruppe von Männern soll Mitte Oktober eine 18-Jährige nach einem Diskobesuch vergewaltigt haben. Möglicherweise wurden der jungen Frau zuvor "berauschende Mittel" verabreicht.

Die Ermittler nahmen bisher acht Verdächtige fest, sieben Syrer und einen deutschen Staatsangehörigen. Fast alle von ihnen waren demnach polizeilich bereits in Erscheinung getreten. Die Ermittlungen gehen weiter.


0 Kommentare