31.10.2018, 14:27 Uhr

Berlin (AFP) Merz will bei Erneuerung der CDU alle Parteiflügel miteinbeziehen

Friedrich Merz. Quelle: AFP/John MACDOUGALL (Foto: AFP/John MACDOUGALL)Friedrich Merz. Quelle: AFP/John MACDOUGALL (Foto: AFP/John MACDOUGALL)

Kandidat für Parteivorsitz fordert "Klarheit über Markenkern" der Partei

Der CDU-Politiker Friedrich Merz will im Fall seiner Wahl zum neuen Parteichef alle Flügel in die angestrebte Erneuerung miteinbeziehen. "Die CDU ist und bleibt eine Volkspartei der Mitte", sagte Merz am Mittwoch in Berlin. Liberale, Konservative und jene, die sich sozialpolitisch engagierten, müssten nebeneinander Platz haben in der Partei. "Die CDU braucht jetzt Aufbruch und Erneuerung", betonte er.

Dies bedeute auch, dass sich die CDU "Klarheit über ihren Markenkern" verschaffen müsse. Merz hatte nach der Ankündigung von Bundeskanzlerin Angela Merkel, auf dem Hamburger CDU-Parteitag im Dezember nicht erneut für den Parteivorsitz zu kandidieren, seinen Hut in den Ringe geworfen.

Merz kündigte einen fairen Wettstreit mit den beiden anderen prominenten Kandidaten, Gesundheitsminister Jens Spahn und CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer an. "Ich gehe davon aus, das wir einen für die CDU belebenden Streit in verschiedenen Formaten austragen werden." Merz erwähnte in diesem Zusammenhang mögliche Regionalkonferenzen.

Im Falle seiner Wahl will sich Merz zudem um den Zusammenhalt der Gesellschaft kümmern. Es dürfe nicht hingenommen werden, dass sich am linken und rechten Rand Parteien etablieren, die die Gesellschaft spalteten, sagte er.

Merz bekundete ausdrücklich Respekt und Anerkennung für Merkel und räumte zugleich Meinungsverschiedenheiten mit der Kanzlerin ein. Der frühere Unionsfraktionschef hatte seinen Posten 2002 räumen müssen, weil Merkel diesen neben dem Parteivorsitz für sich beanspruchte. 2009 schied Merz aus dem Bundestag aus und ist seither in der Wirtschaft tätig.


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