29.10.2018, 16:21 Uhr

Düsseldorf (AFP) Laschet hält sich Kandidatur für CDU-Bundesvorsitz offen

Armin Laschet. Quelle: dpa/AFP/Kay Nietfeld (Foto: dpa/AFP/Kay Nietfeld)Armin Laschet. Quelle: dpa/AFP/Kay Nietfeld (Foto: dpa/AFP/Kay Nietfeld)

NRW-Ministerpräsident will zunächst über inhaltliche Fragen sprechen

Nach dem Verzicht von Bundeskanzlerin Angela Merkel auf eine erneute Kandidatur für den CDU-Bundesvorsitz hält sich der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet eine Bewerbung für den Posten offen. Anstelle einer schnellen Entscheidung über eine Kandidatur wolle er zunächst "über einige Inhalte" sprechen, sagte der CDU-Vizevorsitzende am Montagabend in Düsseldorf. "Es geht nicht darum, wer ruft als Erster 'Hier'", sondern darum, eine "gute Lösung für alle" zu finden.

Laschet kündigte Gespräche mit den Vorsitzenden der anderen CDU-Landesverbände an. Außerdem wolle er mit verschiedenen innerparteilichen Vereinigungen sprechen, etwa dem Arbeitnehmerflügel, der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung und der Senioren-Union.

Reden will Laschet demnach auch mit den bisherigen Bewerbern für den Parteivorsitz - CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer, Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz und drei weithin unbekannten Parteimitgliedern. Zudem solle eine für Sonntag und Montag geplante Tagung des CDU-Bundesvorstands, dem Laschet als Vize-Vorsitzender angehört, abgewartet werden.

Der Vorstand der NRW-CDU solle am 6. November erneut zusammenkommen, "um dann etwas mehr Klarheit in dieser außergewöhnlichen Lage zu fassen", kündigte Laschet an. Er wies zugleich darauf hin, dass es mit Merz und Spahn bereits zwei Interessenten aus dem nordrhein-westfälischen Landesverband gibt, dessen Vorsitzender Laschet ist.

Der Montag sei ein "bewegter" und "historischer" Tag gewesen, sagte der Ministerpräsident mit Blick auf Merkels Entscheidung. Ihre Ankündigung sei im Bundesvorstand "mit großem Respekt" aufgenommen worden. Merkel habe "stehenden Beifall auch für ihre Leistung" an der Parteispitze erhalten.

Merkel will auf dem Bundesparteitag der CDU im Dezember nicht mehr für das Amt der Vorsitzenden kandidieren. Außerdem will sie sich nicht um eine weitere Amtszeit als Kanzlerin bewerben.


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