29.10.2018, 10:41 Uhr

Berlin (AFP) Berufungsprozess wegen Angriffs auf Kippaträger in Berlin findet nicht statt

Waagschalen der Justitia. Quelle: dpa/AFP/Archiv/David-Wolfgang Ebener (Foto: dpa/AFP/Archiv/David-Wolfgang Ebener)Waagschalen der Justitia. Quelle: dpa/AFP/Archiv/David-Wolfgang Ebener (Foto: dpa/AFP/Archiv/David-Wolfgang Ebener)

Verteidigung zieht Berufung zurück - Angeklagter wurde zu Arreststrafe verurteilt

Im Fall eines Gürtelangriffs auf zwei Kippa tragende Männer in Berlin findet kein Berufungsprozess mehr statt. Die Verteidigung des in erster Instanz verurteilten Syrers habe die Berufung zurückgenommen, teilte die Justiz am Montag mit. Der für Mittwoch vorgesehene zweitinstanzliche Prozess entfalle damit.

Der 19-jährige Angeklagte war im Juni vom Amtsgericht Tiergarten nach Jugendstrafrecht zu einem Arrest von vier Wochen verurteilt worden. Die Strafe galt aufgrund der Untersuchungshaft aber bereits als verbüßt.

Der Syrer hatte zugegeben, im April im Stadtteil Prenzlauer Berg einen arabischen Israeli und einen Deutschmarokkaner beleidigt und einen der jungen Männer mit seinem Gürtel geschlagen zu haben. Beide trugen Kippas.

Der 21-jährige Israeli wurde dabei leicht verletzt. Den Antisemitismusvorwurf wies der Angeklagte zurück. Der Angriff sorgte bundesweit für Empörung und löste eine Debatte über Antisemitismus in Deutschland aus.


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