29.10.2018, 06:49 Uhr

San Pedro Tapanatepec (AFP) Gewalttätige Zusammenstöße zwischen Migranten und Polizei an mexikanischer Grenze

Migranten beim Sturm auf den Grenzzaun zu Mexiko. Quelle: AFP/SANTIAGO BILLY (Foto: AFP/SANTIAGO BILLY)Migranten beim Sturm auf den Grenzzaun zu Mexiko. Quelle: AFP/SANTIAGO BILLY (Foto: AFP/SANTIAGO BILLY)

Auch aus El Salvador macht sich Karawane auf in Richtung USA

Hunderte Migranten haben sich an der Grenze zwischen Guatemala und Mexiko gewalttätige Zusammenstöße mit der Polizei geliefert. Mehr als 1000 Migranten, die meisten aus Honduras, stürmten am Sonntag eine Polizeisperre. An einer zweiten Metallbarriere kam die Menge schließlich zum Stehen. Mehrere Menschen warfen Steine auf mexikanische Polizisten, die Polizei antwortete mit Tränengas. Ziel der Gruppe war es, sich der Flüchtlingskarawane anzuschließen, die derzeit durch Mexiko Richtung USA zieht.

Die Karawane machte am Sonntag eine Pause im Ort Tapanatepec im südmexikanischen Bundesstaat Oaxaca, am Montag sollte der Marsch fortgesetzt werden. Die ursprünglich aus rund 7000 Migranten bestehende Karawane hatte sich am 13. Oktober von Honduras aus auf den Marsch in Richtung USA gemacht. Mittlerweile besteht sie laut der Hilfsorganisation Pueblos Sin Fronteras noch aus rund 4000 Menschen, da viele Teilnehmer sich wieder auf den Heimweg gemacht und rund 1700 sich zum Bleiben in Mexiko entschieden haben.

US-Präsident Donald Trump will mit allen Mitteln verhindern, dass der Treck in die USA gelangt. Den Marsch der Flüchtlingen in Richtung US-Grenze bezeichnete er als "nationalen Notstand" für sein Land. An der Südgrenze der USA sind aufgrund einer Trump-Anordnung bereits seit April rund 2000 Nationalgardisten zusätzlich zu den Grenzschützern stationiert.

Von der salvadorianischen Hauptstadt El Salvador brach am Sonntag eine Gruppe von rund 300 Migranten in Richtung der Grenze zu Guatemala auf. Auch sie will nach dem Vorbild der großen Karawane durch Mexiko Richtung USA marschieren.


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