28.10.2018, 10:36 Uhr

Erfurt (AFP) Steinmeier: Beim Umweltschutz alle gesellschaftlichen Akteure einbeziehen

Frank-Walter Steinmeier. Quelle: dpa/AFP/Archiv/Ralf Hirschberger (Foto: dpa/AFP/Archiv/Ralf Hirschberger)Frank-Walter Steinmeier. Quelle: dpa/AFP/Archiv/Ralf Hirschberger (Foto: dpa/AFP/Archiv/Ralf Hirschberger)

Umweltpreis an Meeresbiologin und Team von Abwasserexperten verliehen

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat weitere Anstrengungen im Umwelt- und Klimaschutz angemahnt. Dabei sei es wichtig, "alle gesellschaftlichen Akteure in Lösungen einzubeziehen, um zu einem Ausgleich von ökologischen, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und industriepolitischen Interessen zu kommen", sagte Steinmeier laut Redetext bei der Verleihung des Deutschen Umweltpreises am Sonntag in Erfurt. "Das muss uns besser gelingen, als es in der Vergangenheit der Fall war."

"Wir müssen handeln, wir müssen gemeinsam handeln, und wir müssen schnell handeln", betonte das Staatsoberhaupt. "Und natürlich muss Deutschland den internationalen Verpflichtungen, die wir eingegangen sind, auch nachkommen. Ich bin sicher, wir können das." Andere vertrauten darauf, "dass gerade wir - als starke Volkswirtschaft - unsere Vorreiterrolle, die wir beim Einsatz von erneuerbaren Energien und Umwelttechnologien gespielt haben, nicht aufgeben".

Steinmeier verlieh den Umweltpreis einer Meeresbiologin aus Bremerhaven und einem Team von Leipziger Abwasserexperten: Die Auszeichnung ging an die Leiterin des Bremerhavener Alfred-Wegener-Instituts (AWI), die Tiefsee- und Polarforscherin Antje Boetius, und ein Expertenteam des Leipziger Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung, das in Jordanien Pionierarbeit für den Schutz von Trinkwasservorkommen leistet.

Der Bundespräsident bescheinigte den Preisträgern, neue Wege beim Umwelt und Klimaschutz zu beschreiten. "Sie vollbringen dabei nicht nur Pionierleistungen, sondern Sie machen auch Mut", sagte Steinmeier. "Sie zeigen uns, dass der Klimawandel kein Schicksal ist, sondern dass wir etwas tun können, dass wir unsere Zukunft gestalten können."


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