27.10.2018, 08:25 Uhr

Mexiko-Stadt (AFP) Mexiko bietet Migranten aus Mittelamerika Unterstützung an


Gesundheitsversorgung und Schulbesuche bei Asylanträgen möglich

Mexiko hat den tausenden in Richtung USA ziehenden Migranten aus Mittelamerika Unterstützung angeboten. Sie könnten Zugang zum Gesundheitssystem erhalten, ihre Kinder zur Schule schicken und befristete Jobs annehmen, sagte der mexikanische Präsident Enrique Peña Nieto am Freitag in einem Twitter-Video. Voraussetzung sei, dass die Migranten in den beiden südmexikanischen Bundesstaaten Chiapas und Oaxaca blieben und einen Asylantrag stellten.

"Dieser Plan gilt für diejenigen, die sich an die mexikanischen Gesetze halten", sagte Peña Nieto. Es sei "ein erster Schritt hin zu einer dauerhaften Lösung".

Derzeit zieht eine Karawane von rund 7000 Migranten aus mehreren mittelamerikanischen Staaten durch den Süden Mexikos in Richtung USA. Sie gelangte am Freitag von Pijijiapan im Bundesstaat Chiapas ins hundert Kilometer entfernte Arriaga.

Die meisten Migranten gingen zu Fuß. Einige ließen sich aber auch in Lastwagen mitnehmen. Viele fürchten jedoch, auf einer solchen Mitfahrt in überfüllten Fahrzeugen zu ersticken oder entführt zu werden.

Die Migranten fliehen vor Armut und Gewalt in ihren Heimatländern. Die meisten stammen aus Honduras. Sie hatten sich dort am 13. Oktober auf den Weg in Richtung USA gemacht. Parallel sind auch noch andere große Trecks unterwegs. Dem mexikanischen Innenministerium zufolge stellten bereits rund 1700 Migranten Asylanträge in Mexiko.


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