26.10.2018, 13:59 Uhr

New York (AFP) Zwei weitere mutmaßliche Briefbomben in den USA entdeckt

Der frühere Nationale Geheimdienstdirektor der USA, James Clapper. Quelle: AFP/Archiv/Brendan Smialowski (Foto: AFP/Archiv/Brendan Smialowski)Der frühere Nationale Geheimdienstdirektor der USA, James Clapper. Quelle: AFP/Archiv/Brendan Smialowski (Foto: AFP/Archiv/Brendan Smialowski)

Verdächtige Post an Ex-Geheimdienstdirektor Clapper und Senator Booker

In den USA sind zwei weitere mutmaßliche Briefbomben aufgetaucht, die an prominente Kritiker von Präsident Donald Trump gerichtet waren. Eine davon war an den früheren Nationalen Geheimdienstdirektor James Clapper adressiert, wie der Sender CNN am Freitag meldete. Die zweite war nach Angaben der Bundespolizei FBI für den Senator Cory Booker von den oppositionellen Demokraten bestimmt.

Die verdächtige Sendung an Clapper trug die Adresse des New Yorker Sitzes von CNN, wie der Fernsehsender berichtete. Clapper tritt bei dem Trump-kritischen Medium als Experte auf. Die New Yorker Polizei teilte zunächst lediglich mit, dass sie wegen einer verdächtigen Sendung zu einer Poststelle gerufen worden sei, die nahe der CNN-Büros im Stadtteil Manhattan liegt.

Auch eine der zuvor aufgetauchten mutmaßlichen Briefbomben war an den New Yorker CNN-Sitz adressiert. In diesem Fall war die Sendung für den früheren Chef des Auslandsgeheimdienstes CIA, John Brennan, bestimmt. Er ist ebenfalls für den Sender tätig und wie Clapper ein lautstarker Trump-Kritiker.

Die verdächtige Sendung an Senator Booker wurde nach Angaben des FBI im Bundesstaat Florida abgefangen. Sie sehe ähnlich aus wie die vorherigen verdächtigen Briefe.

Mit den zwei neu aufgetauchten mutmaßlichen Briefbomben hat sich die Zahl der verdächtigen Sendungen auf zwölf erhöht. Die vorherigen mutmaßlichen Sprengsätze waren unter anderen auch an den früheren Präsidenten Barack Obama, Ex-Vizepräsident Joe Biden, die ehemalige Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton und Hollywoodstar Robert De Niro gerichtet.

Verletzt wurde niemand. Auch war weiter unklar, ob die in großen Briefumschlägen enthaltenen Apparaturen tatsächlich funktionsfähig waren. Zur Versendung der Briefe bekannte sich niemand. Trotz der mit Hochdruck laufenden Ermittlungen gab es bis Freitag auch keine Festnahmen.


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