25.10.2018, 20:32 Uhr

Berlin (AFP) Umfrage: Nur Jamaika mit sicherer Mehrheit in Hessen

Regierungspartner Al-Wazir (l.) und Bouffier. Quelle: dpa/AFP/Arne Dedert (Foto: dpa/AFP/Arne Dedert)Regierungspartner Al-Wazir (l.) und Bouffier. Quelle: dpa/AFP/Arne Dedert (Foto: dpa/AFP/Arne Dedert)

CDU und SPD müssen sich auf deutliche Verluste einstellen

Wenige Tage vor der Landtagswahl in Hessen hat einer aktuellen Umfrage zufolge nur ein Bündnis aus CDU, Grünen und FDP die Aussicht auf eine sichere Mehrheit. Im neuen ZDF-"Politbarometer" vom Donnerstag kommt die CDU in Wiesbaden auf 28 Prozent, die Grünen auf 20 Prozent und die FDP auf acht Prozent - was dem sogenannten Jamaikabündnis eine Mehrheit von 56 Prozent bescheren würde.

Die SPD käme bei der Wahl am Sonntag demnach auf 20 Prozent und liegt damit gleichauf mit den Grünen. Für eine gemeinsame Mehrheit von CDU und SPD wird es demzufolge ebenso knapp, wie für die regierende schwarz-grüne Koalition, eine Ampel-Koalition aus SPD, Grünen und FDP oder Rot-Rot-Grün. Die AfD würde nach der ZDF-Umfrage mit zwölf Prozent erstmals in den hessischen Landtag einziehen, die Linke käme auf acht Prozent.

Im Vergleich zur Vorwoche verbesserte sich die CDU in der aktuellen Umfrage um zwei Prozent, die Grünen verloren zwei Prozent, während die Vorhersagen bei den übrigen Parteien unverändert blieben.

Bei der letzten Landtagswahl 2013 war die CDU noch auf 38,3 Prozent gekommen, die SPD auf 30,7 Prozent.

Laut "Politbarometer" wollen 43 Prozent der befragten Wähler lieber Volker Bouffier (CDU) als Ministerpräsidenten sehen, als seinen SPD-Konkurrenten Thorsten Schäfer-Gümbel (34 Prozent). Zwölf Prozent gaben demnach an, keinen der beiden als Regierungschef haben zu wollen, elf Prozent waren sich unsicher. 61 Prozent der Befragten gaben an, dass ihre Wahlentscheidung schon feststehe. 39 Prozent sind demnach noch unentschlossen.

Für die repräsentative Umfrage telefonierte die vom ZDF beauftragte Forschungsgruppe Wahlen nach eigenen Angaben zwischen dem 24. und 25. Oktober mit insgesamt 1205 zufällig ausgewählten Wahlberechtigten in Hessen.


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