24.10.2018, 12:01 Uhr

London (AFP) Auch London belegt Verdächtige im Fall Khashoggi mit Einreisesperren

Jamal Khashoggi 2014. Quelle: AFP/Archiv/MOHAMMED AL-SHAIKH (Foto: AFP/Archiv/MOHAMMED AL-SHAIKH)Jamal Khashoggi 2014. Quelle: AFP/Archiv/MOHAMMED AL-SHAIKH (Foto: AFP/Archiv/MOHAMMED AL-SHAIKH)

Großbritannien will Visa entziehen - USA kündigten zuvor Strafmaßnahmen an

Im Fall des getöteten saudiarabischen Journalisten Jamal Khashoggi hat nach den USA am Mittwoch auch Großbritannien Einreisesperren gegen Verdächtige verhängt. Ihnen werde das Visum entzogen, teilte die britische Premierministerin Theresa May in London mit. "Wenn diese Personen derzeit über ein Visum verfügen, dann wird es ihnen heute entzogen."

Damit solle verhindert werden, dass die Verdächtigen in dem Fall Khashoggi nach Großbritannien einreisen könnten, sagte May im britischen Parlament. Zuvor hatten bereits die USA 21 Vertreter des saudiarabischen Königreichs mit einer Einreisesperre belegt.

Saudi-Arabien hatte am Samstag nach wochenlangen Dementis unter internationalem Druck erklärt, der 59-jährige Regierungskritiker sei am 2. Oktober im Istanbuler Konsulat bei einem "Faustkampf" zu Tode gekommen. Die Darstellung stieß international auf große Skepsis.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan sprach in einer Rede am Dienstag von einem "politischen Mord", der Tage im Voraus von einem aus Saudi-Arabien angereisten Kommando geplant worden sei.


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