24.10.2018, 09:19 Uhr

Athen (AFP) Griechischer Ex-Minister wegen Korruptionsverdachts in Untersuchungshaft

Ex-Minister Papantoniou im Jahr 2005. Quelle: AFP/Archiv/Aris MESSINIS (Foto: AFP/Archiv/Aris MESSINIS)Ex-Minister Papantoniou im Jahr 2005. Quelle: AFP/Archiv/Aris MESSINIS (Foto: AFP/Archiv/Aris MESSINIS)

Sozialist Papantoniou soll Bestechungsgelder in der Schweiz versteckt haben

Nach jahrelangen Ermittlungen ist der frühere griechische Minister Giannos Papantoniou wegen mutmaßlicher Korruption inhaftiert worden. Wie ein Gericht am Dienstagabend entschied, müssen der 69-jährige Ex-Politiker von der sozialistischen Pasok-Partei und seine Frau in Untersuchungshaft.

Papantoniou wird verdächtigt, während seiner Zeit als Verteidigungsminister im Jahr 2003 Bestechungsgelder in Höhe von 2,8 Millionen Franken (2,5 Millionen Euro) erhalten und dann auf Schweizer Bankkonten versteckt zu haben. Er soll die Gelder im Zusammenhang mit Rüstungsverträgen erhalten haben. Sowohl der Ex-Minister als auch seine Frau weisen die Anschuldigungen zurück.

Der 69-Jährige diente zwischen 1994 und 2004 mehreren sozialistischen Regierungen in verschiedenen Funktionen, unter anderem als Finanz- und Verteidigungsminister. Seit 15 Jahren steht er jedoch wegen diverser Vorwürfe im Fokus der griechischen Justiz.

Papantoniou ist der zweite sozialistische Ex-Minister, der wegen Korruption inhaftiert wird. Der frühere Verteidigungsminister Akis Tsochatzopoulos war 2013 der Geldwäsche im Zusammenhang mit Rüstungsgeschäften für schuldig befunden und zu 20 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Im Juli wurde er aus gesundheitlichen Gründen freigelassen.


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