24.10.2018, 06:33 Uhr

Hamburg (AFP) Von der Leyen räumt in Vergabeaffäre ihres Ministeriums Fehler ein

Ursula von der Leyen. Quelle: AFP/Archiv/Odd ANDERSEN (Foto: AFP/Archiv/Odd ANDERSEN)Ursula von der Leyen. Quelle: AFP/Archiv/Odd ANDERSEN (Foto: AFP/Archiv/Odd ANDERSEN)

Verteidigungsministerin will zentrale Vergabestelle einrichten

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat in der Affäre um den Einsatz externer IT-Berater ihres Ministeriums Fehler eingeräumt. "Die Art und Weise, wie die Beratungsleistungen abgerufen worden sind, war in Teilen nicht in Ordnung. Da müssen wir ran", sagte von der Leyen dem Magazin "Stern" laut einer Vorabmeldung vom Mittwoch.

Als Konsequenz kündigte die Verteidigungsministerin an, eine zentrale Vergabestelle einzurichten und auch die Fachaufsicht über nachgeordnete Ämter zu stärken, weil dort ein Großteil der Vergaben läuft.

Der Bundesrechnungshof hatte Mängel bei der Vergabe von Beraterverträgen moniert. Nun stehen alle Verträge mit externen Unternehmensberatern der vergangenen Jahre auf dem Prüfstand, dabei geht es dem Bericht zufolge um Budgets in zwei-, womöglich sogar dreistelliger Millionenhöhe.

Von der Leyen sagte dem "Stern" allerdings auch, dass die Bundeswehr auch in Zukunft gerade im IT-Bereich auf Expertise von außen angewiesen sei. Zudem wies die Ministerin Vorwürfe gegen ihre ehemalige Staatssekretärin Katrin Suder im Zusammenhang mit der Beauftragung der Berater zurück. "Frau Suder hat sich um der Sache willen in den Dienst des Landes gestellt und mit großem persönlichem Einsatz systematisch Transparenz geschaffen und die Modernisierung vorangetrieben."


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