22.10.2018, 11:09 Uhr

Berlin (AFP) Giffey will Jugendschutz im Internet verbessern

Franziska Giffey. Quelle: dpa/AFP/Archiv/Jens Büttner (Foto: dpa/AFP/Archiv/Jens Büttner)Franziska Giffey. Quelle: dpa/AFP/Archiv/Jens Büttner (Foto: dpa/AFP/Archiv/Jens Büttner)

Kampf gegen Rechtsextremismus und Missbrauchsanbahnung

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) will Kinder und Jugendliche im Internet besser schützen. "Wir wollen dafür sorgen, dass unser Jugendschutzgesetz, das aus dem Zeitalter von CD-ROMs stammt, im digitalisierten 21. Jahrhundert ankommt", erklärte Giffey am Montag. Dafür werde "ein modernes Jugendmedienschutzgesetz" erarbeitet.

Giffey erläuterte, es gehe ihr unter anderem um einen bessern Schutz vor rechtsextremistischen Inhalten. "Wir müssen Jugendlichen helfen, demokratiefeindliche Inhalte im Netz zu erkennen und ihnen konkrete Tipps geben, wie sie damit umgehen können", erklärte sie. Auch müssten die Provider in die Pflicht genommen werden, damit gefährdende Inhalte schnell gelöscht oder gar nicht erst hochgeladen werden.

Daneben nannte die Familienministerin das sogenannte Cybergrooming als Gefahr, die stärker bekämpft werden müsse. Der Begriff beschreibt, dass sich Täter im Internet an Minderjährige heranmachen mit dem Ziel, sie sexuell zu missbrauchen.

Giffey äußerte sich bei einem Besuch bei jugendschutz.net in Mainz. Jugendschutz.net ist das gemeinsame Kompetenzzentrum von Bund und Ländern für den Schutz von Kindern und Jugendlichen im Internet.


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