20.10.2018, 13:23 Uhr

Kabul (AFP) Mindestens neun Tote und mehr als 120 Verletzte bei Wahl in Afghanistan

Afghaninnen bei Stimmabgabe in Herat. Quelle: AFP/HOSHANG HASHIMI (Foto: AFP/HOSHANG HASHIMI)Afghaninnen bei Stimmabgabe in Herat. Quelle: AFP/HOSHANG HASHIMI (Foto: AFP/HOSHANG HASHIMI)

Blutige Bilanz der Abstimmung über neues Parlament

Am Tag der Parlamentswahl sind in Afghanistan nach Behördenangaben mindestens neun Menschen getötet und mehr als 120 verletzt worden. Dies geht aus einer am Samstag vorgelegten Bilanz des afghanischen Gesundheitsministeriums über Gewalttaten in Zusammenhang mit der Wahl hervor. Die meisten Opfer gab es demnach in der Hauptstadt Kabul.

Allein dort seien bei mehreren Explosionen vier Menschen getötet und 78 weitere verletzt worden, erklärte Ministeriumssprecher Muhibullah Seer. Auch von außerhalb der Hauptstadt wurden am Samstag Anschläge mit Toten und Verletzten gemeldet. Die radikalislamischen Taliban hatten zuvor alle Bürger zum Boykott der Abstimmung aufgefordert und mit Angriffen gedroht.

In Afghanistan waren am Samstag rund 8,9 Millionen registrierte Wähler dazu aufgerufen, über ein neues Parlament abzustimmen. Bereits der Wahlkampf war blutig verlaufen: Mindestens zehn Kandidaten waren getötet worden.

Wegen der angespannten Sicherheitslage waren bereits im Vorfeld mehr als 2000 Wahllokale geschlossen worden. Rund 70.000 Sicherheitskräfte waren am Wahltag im Einsatz.


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