19.10.2018, 07:14 Uhr

Paris (AFP) Barnier: Irland-Frage könnte zum Scheitern von Brexit-Abkommen führen

EU-Chefunterhändler Barnier . Quelle: AFP/Archiv/Emmanuel DUNAND (Foto: AFP/Archiv/Emmanuel DUNAND)EU-Chefunterhändler Barnier . Quelle: AFP/Archiv/Emmanuel DUNAND (Foto: AFP/Archiv/Emmanuel DUNAND)

EU-Chefunterhändler sieht Grenzfrage als entscheidend für Einigung an

EU-Chefunterhändler Michel Barnier hält ein Scheitern des Brexit-Abkommens für möglich, wenn die Frage der künftigen Grenze zwischen Irland und Nordirland nicht geklärt wird. Im französischen Radiosender France Inter sagte er am Freitag auf die Frage, ob die Irland-Problematik zu einem Scheitern der Verhandlungen führen könnte: "Meine Antwort ist Ja."

"Meine Überzeugung ist, dass wir ein Abkommen brauchen", sagte der Franzose. "Ich bin noch nicht sicher, dass wir es bekommen." Zugleich zeigte sich Barnier vorsichtig optimistisch: Eine Einigung sei "schwierig, aber möglich."

Großbritannien tritt Ende März 2019 aus der EU aus. Die Gespräche zwischen London und Brüssel über die Modalitäten des Brexit kommen allerdings seit Monaten kaum voran. Knackpunkt ist die schwierige Frage, wie die Grenze zwischen dem EU-Mitglied Irland und der britischen Provinz Nordirland offen gehalten werden kann. Ohne die Einigung auf einen Austrittsvertrag droht ein ungeordneter Brexit mit unabsehbaren Konsequenzen für die Wirtschaft. Dies wollen beide Seiten vermeiden. Auch beim EU-Gipfel in Brüssel gab es am Donnerstag keine Annäherung.


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