18.10.2018, 07:45 Uhr

Brüssel (AFP) May schließt längere Übergangsphase nach EU-Austritt nicht aus

Theresa May beim EU-Gipfel. Quelle: AFP/JOHN THYS (Foto: AFP/JOHN THYS         )Theresa May beim EU-Gipfel. Quelle: AFP/JOHN THYS (Foto: AFP/JOHN THYS )

Premierministerin bewertet Barniers Vorschlag zurückhaltend

Die britische Premierministerin Theresa May hat eine längere Übergangsphase nach dem Austritt ihres Landes aus der EU nicht ausgeschlossen. Es handle sich bisher aber lediglich um eine "Idee", von der sie nicht erwarte, dass diese umgesetzt werde, sagte May am Donnerstag vor der Fortsetzung des EU-Gipfels in Brüssel. EU-Chefunterhändler Michel Barnier hatte ins Gespräch gebracht, dass Großbritannien bis Ende 2021 - ein Jahr länger als zunächst vorgesehen - in der EU-Zollunion und im Binnenmarkt bleiben könnte.

Die Verhandlungen zwischen Brüssel und London über einen Vertrag zum britischen EU-Austritt treten derzeit auf der Stelle. Die Verhandlungspartner ringen um eine Antwort auf die Frage, wie nach dem Brexit Grenzkontrollen zwischen der britischen Provinz Nordirland und dem EU-Mitglied Irland verhindert werde können.

Eine längere Übergangsphase würde London und Brüssel mehr Zeit geben, eine abschließende Regelung über die künftigen Beziehungen nach Vollzug des EU-Austritts zu finden. Die Premierministerin steht innenpolitisch allerdings unter dem Druck von Brexit-Hardlinern, die einen schnellen und harten Bruch mit Brüssel wollen.


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