12.10.2018, 06:26 Uhr

Wiesbaden (AFP) Teuerung im September auf dem höchsten Stand seit sieben Jahren

Zapfhahn einer Zapfsäule an einer Tankstelle. Quelle: dpa/AFP/Christophe Gateau (Foto: dpa/AFP/Christophe Gateau)Zapfhahn einer Zapfsäule an einer Tankstelle. Quelle: dpa/AFP/Christophe Gateau (Foto: dpa/AFP/Christophe Gateau)

Hoher Ölpreis treibt Inflation

Der hohe Ölpreis und steigende Preise für Gemüse haben die Inflationsrate im September auf den höchsten Stand seit sieben Jahren getrieben. Die Verbraucherpreise kletterten um 2,3 Prozent im Vorjahresvergleich, eine stärkere Teuerung hatte es zuletzt im November 2011 gegeben, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag mitteilte. Heizöl verteuerte sich demnach um knapp 36 Prozent, Kraftstoffe um 13 Prozent, Gemüse um rund zwölf Prozent.

Die Energiepreise lagen im September um 7,7 Prozent höher als vor einem Jahr, wie die Statistiker mitteilten. Die Teuerungsrate für Energie erhöhte sich damit erneut. Leichtes Heizöl war um 35,6 Prozent teurer, Diesel um 17,6 Prozent, Superbenzin um 11,8 Prozent. Strom und Gas dagegen verteuerten sich im Jahresvergleich nur unterdurchschnittlich. Ohne Berücksichtigung der Preise für Energie hätte die Inflationsrate im September bei nur 1,6 Prozent gelegen, betonten die Statistiker.

Die Preise für Nahrungsmittel erhöhten sich nach dem Dürresommer in Deutschland um 2,8 Prozent. Erheblich teurer war Gemüse - der Preis für Kartoffeln etwa stieg um 14,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Bei den Dienstleistungen stiegen die Preise im Jahresvergleich nur um 1,5 Prozent. Die Nettokaltmieten kletterten laut Statistik um 1,5 Prozent. Pauschalreisen wurden wurden um 3,1 Prozent teurer.


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