10.10.2018, 13:31 Uhr

Paris (AFP) Neuer Prozess gegen TÜV im Brustimplantate-Skandal

Die PIP-Implantate waren minderwertig. Quelle: AFP/Archiv/Anne-Marie Poujon (Foto: AFP/Archiv/Anne-Marie Poujon)Die PIP-Implantate waren minderwertig. Quelle: AFP/Archiv/Anne-Marie Poujon (Foto: AFP/Archiv/Anne-Marie Poujon)

Pariser Kassationshof ordnet neues Verfahren um Schmerzensgeld an

Im Skandal um mangelhafte Brustimplantate wird das Schadenersatz-Verfahren gegen den TÜV Rheinland in Frankreich neu aufgerollt: Der Pariser Kassationshof ordnete am Mittwoch einen neuen Prozess gegen den Technischen Überwachungsverein an. Die Vorinstanz hatte den TÜV freigesprochen und eine Schmerzensgeld-Forderung von Frauen in Höhe von fast sechs Millionen Euro abgewiesen.

Der TÜV hatte die Brustimplantate des französischen Herstellers PIP bis 2010 für die Vermarktung in der EU zertifiziert. Dann stellte sich heraus, dass der Produzent ein minderwertiges Gel für die Silikonkissen nutzte. Die fehlerhaften Implantate wurden auch nach Deutschland und in andere Länder geliefert. Weltweit sollen rund 400.000 Frauen betroffen sein.


0 Kommentare