10.10.2018, 06:33 Uhr

Berlin (AFP) Sozialverband warnt vor Belastung von Pflegebedürftigen und ihren Familien

Sozialverband warnt vor Belastung von Pflegebedürftigen. Quelle: dpa/AFP/Archiv/Bodo Marks (Foto: dpa/AFP/Archiv/Bodo Marks)Sozialverband warnt vor Belastung von Pflegebedürftigen. Quelle: dpa/AFP/Archiv/Bodo Marks (Foto: dpa/AFP/Archiv/Bodo Marks)

Kabinett berät über Erhöhung des Pflegebeitrags um 0,5 Prozentpunkte

Anlässlich der Anhebung des Pflegebeitrags hat der Sozialverband VdK gewarnt, Verbesserungen in der Pflege dürfen aber nicht zu Lasten der Bedürftigen und ihren Familien gehen. "Pflegedürftigkeit ist zunehmend ein Armutsrisiko geworden", erklärte VdK-Präsidentin Verena Bentele am Mittwoch. Bentele sprach sich dafür aus, Leistungen für pflegende Angehörige oder die Investitionskosten bei stationärer Pflege aus Steuermitteln zu finanzieren.

"Darüber hinaus fordert der VdK, die private Pflegeversicherung als Pflegevollversicherung abzuschaffen und dazu in einem ersten Schritt einen Solidarausgleich zwischen privater und gesetzlicher Pflegeversicherung zu etablieren", fügte Bentele hinzu. Zudem müssten die finanziellen Leistungen aus der Pflegeversicherung "dynamisiert und an die jährliche Preisentwicklung und an die Lohnkosten angepasst werden".

Das Bundeskabinett entscheidet am Mittwochvormittag über die Anhebung des Pflegebeitrags um 0,5 Prozentpunkte. Der Beitragssatz würde ab 2019 damit 3,05 Prozent betragen (3,30 Prozent für Kinderlose). Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) begründet die Erhöhung mit einer steigenden Zahl von Leistungsempfängern. Weitere Kosten entstehen durch von der Regierung beschlossene Verbesserungen bei der Pflege.


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