08.10.2018, 23:30 Uhr

Washington (AFP) Trump will Vizejustizminister nach eigenem Bekunden nicht feuern

US-Vizejustizminister Rod Rosenstein. Quelle: AFP/Archiv/Brendan Smialowski (Foto: AFP/Archiv/Brendan Smialowski)US-Vizejustizminister Rod Rosenstein. Quelle: AFP/Archiv/Brendan Smialowski (Foto: AFP/Archiv/Brendan Smialowski)

Rod Rosenstein hat Oberaufsicht über Russland-Ermittlungen

US-Präsident Donald Trump hat bekräftigt, Vizejustizminister Rod Rosenstein nicht entlassen zu wollen. "Ich nehme keine Änderungen vor", sagte Trump am Montag nach einem Treffen mit Rosenstein, der auch die Oberaufsicht über die Ermittlungen zur Russland-Affäre hat. "Wir hatten gerade ein sehr schönes Gespräch. Wir verstehen uns wirklich gut."

Rosenstein soll Medienberichten zufolge im vergangenen Jahr vorgeschlagen haben, Trump heimlich abzuhören sowie ihn gegebenenfalls für amtsunfähig erklären zu lassen. Er bestreitet das. Die Berichte heizten Spekulationen an, Trump könne den Vizejustizminister entlassen. Ein Ende September angesetztes Treffen der beiden Männer wurde dann kurzfristig verschoben.

Trump und Rosenstein unterhielten sich nun bei einem Flug des US-Präsidenten nach Florida. Bei dem 45-minütigen Gespräch ging es nach Angaben des Weißen Hauses um eine Reihe von Themen, unter anderem die Grenzsicherung, Kriminalität in der Großstadt Chicago und "allgemeine" Angelegenheiten des Justizministeriums.

Rosenstein befindet bereits sei längerem im Visier des Präsidenten. Er hatte Ende April 2017 sein Amt angetreten und die Oberaufsicht über die Ermittlungen zur Russland-Affäre übernommen. Ressortchef Jeff Sessions hatte sich zuvor wegen seiner Rolle in Trumps Wahlkampfteam und seiner früheren Kontakte zum russischen Botschafter für befangen erklärt. Sonderermittler Robert Mueller geht dem Vorwurf einer russischen Einmischung in die US-Präsidentschaftswahl 2016 nach.


0 Kommentare