07.10.2018, 06:16 Uhr

Port-au-Prince (AFP) Mindestens elf Tote bei Erdbeben in Haiti

Die Hafenstadt Port-de-Paix. Quelle: AFP/Archiv/HECTOR RETAMAL (Foto: AFP/Archiv/HECTOR RETAMAL)Die Hafenstadt Port-de-Paix. Quelle: AFP/Archiv/HECTOR RETAMAL (Foto: AFP/Archiv/HECTOR RETAMAL)

Erdstöße der Stärke 5,9 im Nordwesten des armen Karibikstaats

Ein Erdbeben der Stärke 5,9 hat am Samstagabend (Ortszeit) den Nordwesten Haitis erschüttert. Mindestens elf Menschen seien ums Leben gekommen, sagte ein Regierungssprecher der Nachrichtenagentur AFP. In Medienberichten war zuvor von vier Toten die Rede gewesen. Die Regierung richtete einen Krisenstab ein.

Das Zentrum des Beben lag nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS rund 19 Kilometer nordwestlich der Stadt Port-de-Paix in einer Tiefe von nur 11,7 Kilometern. Die mehrere Sekunden langen Erschütterungen waren auch in der Hauptstadt des armen Karibikstaats, Port-au-Prince, zu spüren. Viele Menschen gerieten in Panik.

In Haiti hatte sich 2010 ein verheerendes Erdbeben ereignet, bei dem mehr als 200.000 Menschen starben. Bei dem Beben der Stärke 7 waren am 12. Januar 2010 mehr als 300.000 weitere Menschen verletzt worden. Etwa 1,2 Millionen Haitianer wurden obdachlos, von ihnen leben immer noch tausende in Notunterkünften.

Präsident Jovenel Moise forderte seine Landsleute nach den Beben am Samstag auf, "Ruhe zu bewahren". Der Katastrophenschutz erklärte, mehrere Verletzte seien in Krankenhäuser eingeliefert worden. Demnach hatten sich einige von ihnen die Verletzungen erst nach dem Beben bei bei der Panik in den Straßen zugezogen.

In Online-Netzwerken wurden Bilder von beschädigten und teilweise zerstörten Gebäude verbreitet, deren Echtheit sich zunächst aber nicht überprüfen ließ. Der Nordwesten Haitis ist der ärmste Teil des Landes. Viele Gebiete sind wegen schlechter Straßen kaum zu erreichen.


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