04.10.2018, 09:37 Uhr

Bodenheim (AFP) Winzer ziehen Rekordbilanz nach warmem Sommer

Rotwein in diesem Jahr "vollmundig". Quelle: dpa/AFP/Archiv/Monika Skolimowska (Foto: dpa/AFP/Archiv/Monika Skolimowska)Rotwein in diesem Jahr "vollmundig". Quelle: dpa/AFP/Archiv/Monika Skolimowska (Foto: dpa/AFP/Archiv/Monika Skolimowska)

Weininstitut: Jahrgang 2018 wird in die Geschichte eingehen

Die Weinernte fällt nach dem trockenen und heißen Sommer in diesem Jahr besonders üppig aus. Nach der geringen Ernte im Vorjahr erwarteten die Winzer für den Jahrgang 2018 eine Ernte von rund 10,7 Millionen Hektolitern, wie das Deutsche Weininstitut (DWI) am Donnerstag mitteilte. Das wäre ein Plus von 23 Prozent im Vergleich zum zehnjährigen Mittel von 8,8 Millionen Hektolitern. Im Jahr 2017 waren es 7,5 Millionen Hektoliter.

Selbst für Experten seien die Erträge "unerwartet hoch", erklärte das DWI. Der Sommer war zwar geprägt von extremem Wassermangel, die Hitze und Trockenheit hingegen taten den Trauben gut. Verbraucher könnten sich auf "fruchtige Weißweine und farbkräftige, vollmundige Rotweine" freuen. "Der Weinjahrgang 2018 wird als absoluter Ausnahmejahrgang in die Geschichte eingehen", prognostizierte das Weininstitut.

Die Zuwächse fielen jedoch in den einzelnen Anbaugebieten sehr unterschiedlich aus. So lag das Plus im Vergleich zum zehnjährigen Mittel im Gebiet Mittelrhein bei 64 Prozent, in den Anbaugebieten Ahr und Hessische Bergstraße waren es 45 Prozent. In den größten Gebieten Rheinhessen und Pfalz gab es ein Plus von 19 und 17 Prozent, in den Anbauregionen Saale-Unstrut und Sachsen waren es hingegen nur fünf beziehungsweise sieben Prozent.


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